Glattbrugg

Asien bietet Chancen

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Der in Singapur lebende Wissenschaftler Remo Burkhard ermunterte die hiesigen KMU, vermehrt in den asiatischen Markt einzusteigen.

Singapur – die Stadt der Zukunft? Der ETH-Abgänger Burkhard meint, wir sollen uns stärker an Asien orientieren.

Singapur – die Stadt der Zukunft? Der ETH-Abgänger Burkhard meint, wir sollen uns stärker an Asien orientieren. Bild: Keystone

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Rund 120 Städteplaner, Ingenieure, Architekten und weitere Personen, die sich beruflich mit der Entwicklung des öffentlichen Raums beschäftigen, folgten der Einladung der Firma Blofeld aus Zürich. Der Anlass fand in der Werkhalle der Firma Burri in Glattbrugg statt – auf Initiative von Nationalrätin Doris Fiala.

Zu Beginn zeigte Stephan Bachmann, Verantwortlicher (halb)öffentliche Aussenräume, die Produktionsräume der Firma Burri. Was einst als einfache Schmiede vor 110 Jahren angefangen hatte, entwickelte sich in den vielen Jahren zu einem führenden Unternehmen in der Gestaltung des öffentlichen Raumes. Als markante Beispiele hob Bachmann die Lichtgestaltung hervor. «Diese muss heute ökonomisch und ästhetisch sein», beschrieb er die Ansprüche. Ein anderes Beispiel ist das Absperrpfostensystem mit smarten Pollern. «Die neueste Generation hat eingebaute Sensoren, die melden, wenn ein Poller umgefahren wird», erläuterte Bachmann. Die rasante Entwicklung prägt die erfolgreiche Firma bis heute.

Zuversichtliche Visionen für den urbanen Raum

FDP-Nationalrätin Doris Fiala berichtete, wie sie auf einer Dienstreise nach Singapur vom Denken und Wirken des Hauptreferenten Remo Burkhard, Managing Director Future Cities Laboratory ETH Singapore, nachhaltig inspiriert wurde. Daraufhin initiierte sie das Treffen von Persönlichkeiten, die den öffentlichen Raum in der Region Zürich gestalten. Fialas Botschaft an die Verantwortlichen lautete: «Wir müssen über Chancen sprechen und furchtlos in die Zukunft blicken.»

Stephan Oetiker, Vorsitzender der Geschäftsleitung Burri public elements AG, beleuchtete die Chancen und Herausforderungen eines spezialisierten Schweizer Gewerbebetriebs. Die vier Faktoren Technologie, Design, Handwerk und nicht zuletzt der Mensch müssten zusammen­spielen, damit das Ziel, ein friedliches, gutes Zusammenleben, erreicht würde.

Der Hauptreferent Remo Burkhard wuchs im beschaulichen Dinhard im Weinland auf, studierte an der ETH Zürich und bewegt sich heute mit grosser Selbstverständlichkeit in den Millionenstädten Asiens. Der ­jugendlich wirkende Burkhard lebt und arbeitet seit acht Jahren im Stadtstaat Singapur, wo er den Think-Tank der ETH Zürich unter der Leitung des ETH-Professors Gerhard Schmitt aufbaute. «In Singapur wurden wir mit offenen Armen und der Unterstützung der Regierung empfangen», sagte Burkhard. Der 40-jährige Wissenschaftler baute ein internationales Team von 160 Mitarbeitenden auf und arbeitet mit renommierten Universitäten zusammen, welche sich mit Informationsarchitektur, Visualisierung und der Simulation von Zukunftsstädten befassen. «Statt skeptische Gedanken aufkommen zu lassen, herrscht in Asien Optimismus und Zukunftsglaube», sagte Burkhard.

Wirtschaftlich «in grossen Würfen denken»

Das grosse Thema ist die Digitalisierung, die sehr rasch fortschreitet. Ausserdem beschäftigt sich Burkhard mit Themen wie Bambus, einer nachwachsenden Ressource, die als Ersatz für Stahl verwendet werden kann. «Städte in Asien bieten Chancen für Wissenschaft und Industrie. Auch für Schweizer KMU», lautete einer der Merksätze.

Ziel seines Besuches in Glattbrugg war, die Unternehmen aus der Region zu ermuntern, in grossen Würfen zu denken und sich mit der Expansion von Geschäftsfeldern nach Asien zu beschäf­tigen. Um im schnell wachsenden asiatischen Markt Kontakte zu knüpfen, fungiert Burkhard als Türöffner. Beim anschliessenden Stehdinner wurden fleissig Visitenkärtchen ausgetauscht.

Erstellt: 07.10.2017, 09:54 Uhr

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