Kloten

Auch Firmen steigen auf Elektroautos um

Am Wochenende wurden auf dem Klotener Stadtplatz verschiedene Elektrofahrzeuge präsentiert.

Beim Mobilitäts-Event der Stadt Kloten wurden unter anderem Elektrofahrzeuge für den gewerblichen Einsatz ausgestellt.

Beim Mobilitäts-Event der Stadt Kloten wurden unter anderem Elektrofahrzeuge für den gewerblichen Einsatz ausgestellt. Bild: Johanna Bossart

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Immer mehr verschiedene Elektrofahrzeuge kommen auf den Markt. Neben Personenwagen konnten Besucherinnen und Besucher am Freitag und am Samstag beim dritten Mobilitäts-Event der Energiestadt Kloten unter anderem auch Fahrzeuge für den gewerblichen Einsatz betrachten. So produziert zum Beispiel die Firma Bucher aus Niederweningen seit drei Jahren Municipal-Strassenkehrmaschinen mit sehr leisem Elektroantrieb.

Neu wurden auch für Handwerksbetriebe geeignete Lieferwagen ausgestellt, mit Reichweiten von 100 Kilometern pro Batterieladung. Die Neugutgarage aus Wallisellen präsentierte zudem Elektro-Kleinlastwagen mit Kippbrücken.

Elektromotorräder aus der USA

Ein Aussteller aus Frauenfeld TG zeigte auf dem Stadtplatz Elektromotorräder aus kalifornischer Produktion. Die Modellreihe der Marke Zero reicht vom leichten Monobike, das schon von Jugendlichen ab 16 Jahren gefahren werden darf, bis zur schweren Strassenmaschine SRF.

Dieses Motorrad verfügt über einen Elektromotor mit einer Leistung von 85 Kilowattstunden und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von über 200 Kilometer pro Stunde. Der Zero SRF sei im Moment die Nummer eins auf dem Weltmarkt, mit einer Reichweite von 250 Kilometern und einem Preis von 22000 Franken.

Batterie oder Brennstoffzelle

Am Freitagabend stellten sich Politiker, Unternehmer und Vorstände von Elektromobilitäts-Vereinigungen auf einem Podium die Frage: «Batterieelektrisch und Brennstoffzelle – wie fährt man sinnvoll in die Zukunft?» Man darf gespannt darauf sein, welche Antriebsart sich mehrheitlich durchsetzen wird.

Besonders beim Aufbau einer flächendeckenden Versorgungsinfrastruktur mit «Tankstellen» für Strom oder Wasserstoff werden noch einige Probleme zu bewältigen sein. Der Umstellungsprozess auf die Elektromobilität wird noch einige Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, in Anspruch nehmen. Stromnetze müssen ausgebaut und genügend saubere Energie bereitgestellt werden.

Tiefere Servicekosten

An einem Stand orientierte der Tesla-Club, eine Vereinigung mit über 1000 Mitgliedern, über die Vorteile von Elektrofahrzeugen. Die Energiekosten eines Personenwagens für 100 Fahrkilometer liegen unter drei Franken. Auch die Servicekosten sind tiefer als bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen, Ölwechsel braucht es nicht. Auf Batterien werden Garantien für acht Jahre ausgestellt. Die hohen Drehmomente der Elektromotoren erlauben starke Beschleunigungen und verursachen weder Lärm noch Abgase. Beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen.

Regionale Garagen präsentierten ihre Elektropersonenwagen. Die Amag Bülach war mit einem Audi aus dem Luxussegment und die Garage Schmid aus Bachenbülach mit dem neuesten BMW-Elektromodell vertreten. Die Klotener Garage Ruckstuhl zeigte Modelle der Marke Hyundai. Besucher mit gültigen Führerausweisen konnten mit den verschiedenen Modellen Proberunden fahren.

Für Kinder stand eine Hüpfburg bereit, und auf Hometrainern konnte man elektrischen Strom zum Betrieb einer Carrera-Spielzeugrennbahn produzieren. Der Besucheraufmarsch war am Samstagnachmittag eher bescheiden, das Züri-Fäscht war offenbar ein zu starker Konkurrent.

Erstellt: 08.07.2019, 00:53 Uhr

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