Zum Hauptinhalt springen

Ausstellung beleuchtet das Thema «Flucht» von allen Seiten

Eine Austellung und Veranstaltungsreihe im Dielsdorfer «Philosophe» widmet sich dem Thema Flucht und Heimat.

Das Thema Flucht und Migration begleitet Bildhauerin Eva Ehrismann seit ihrer Kindheit. Ihre Familie hatte Flüchtlingen Obdach gewährt.
Das Thema Flucht und Migration begleitet Bildhauerin Eva Ehrismann seit ihrer Kindheit. Ihre Familie hatte Flüchtlingen Obdach gewährt.
zvg

Salam Kheder weiss was es bedeutet, seine Heimat unfreiwillig hinter sich lassen zu müssen. Der Künstler ist im Süden des Iraks geboren. Nach seiner Ausbildung an der Kunsthochschule in Bagdad musste er 1978 seine Heimat verlassen und lehrte danach Kunst in Casablanca. Heute lebt Kheder in Hochfelden. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Flucht und Heimat» stellt er ab kommendem Freitag im Dielsdorfer «philosophe» einige seiner Werke aus.

Sie thematisieren den Krieg im Irak, die Zerstörung seiner Heimat und deren Kulturgüter. Unter seinen Werken sind nicht nur Bilder, sondern auch Fayencen mit Anlehnung an die mesopotamische Zeichensprache. Seit er im Zürcher Unterland arbeitet, stellt Kheder in seiner Kunst auch die Frage nach seinem eigenen Heimatbegriff.

Titel

Einen anderen Migrationshintergrund hat die Bildhauerin Eva Ehrismann aus Rorbas. Die gebürtige Norddeutsche aus Schleswig-Holstein, kam durch frühe Heirat in die Schweiz. Nach kunstgrafischer und plastischer Ausbildung an der Fachhochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und ständiger beruflicher Weiterbildung, auch an Sommerakademien, arbeitet sie bis heute als freie Bildhauerin.

Das Thema Flucht und Migration begleitet Ehrismann seit ihrer Kindheit, denn ihre eigene Familie hatte Flüchtlingen Obdach gewährt und in ihrem Atelier arbeitet sie seit 26 Jahren zusammen mit Männern aus dem Balkan, die ihr bei der schweren Arbeit mit dem Steinguss helfen. Ehrismanns Werke sind ebenfalls ab Freitag im «philosphe» zu sehen.

Begleitet wird die Doppelausstellung von einer breiten Veranstaltungsreihe zum Thema «Flucht und Heimat». Den Auftakt macht der Ökonom und Kriegsreporter Kurt Pedla mit seinem Referat zum Thema «Pendler zwischen Krieg und Frieden». Ziel ist es laut den Veranstaltern, Nährboden für qualifizierte Gespräche und differenzierte Reflexionen zu den Themen «Migration und Integration» zu ermöglichen. Indem konkrete Situationen, Geschichten und Erfahrungen vorgestellt werden, sollen die Themen sinnlich erfahrbar gemacht werden und direkte Auseinandersetzung und Anteilnahme erlauben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch