Freibäder

Badibesuche im Juli fast verdoppelt

Die Badi Kloten hatte bisher eine sehr erfolgreiche Saison. Nicht ganz so glatt lief es in Dielsdorf, wo man mit den Schäden des Unwetters zu kämpfen hatte und nun die Bäume Probleme bereiten. Im Schwimmbad Rafz-Wil begann die Saison wegen einer Sanierung einen Monat später. Doch im Monat Juli waren alle drei Standorte mit den Zahlen zufrieden.

Die Zwischenbilanz im Freibad in Kloten sieht dieses Jahr gut aus – auch wenn während der Schulferien weniger Gäste zum Schwimmen kommen als sonst.

Die Zwischenbilanz im Freibad in Kloten sieht dieses Jahr gut aus – auch wenn während der Schulferien weniger Gäste zum Schwimmen kommen als sonst. Bild: Paco Carrascosa

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Runderhum positiv lief die Saison des Freibads Kloten, der Juli gar ausserordentlich gut. Gemäss Angaben von Daniel Weiss, Leiter Hallen- und Freibad, besuchten vergangenen Monat knapp 32 000 Gäste die Badi; ein Jahr zuvor waren es im selben Zeitraum lediglich 17 500. «Seit dem Sommer 2003 hatten wir keinen solchen Monat Juli mehr erlebt.

Also können wir heuer durchaus von einem Rekord sprechen.»Seit dem Saisonbeginn Anfang Mai kamen total knapp 64 000 Gäste in die Klotener Badi. Letztes Jahr lag das Saisontotal bei 76 700. «Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Zahl noch egalisieren können», sagt Weiss. An Spitzentagen erreiche man in der Regel rund 3500 Eintritte, doch diese sind meist nicht während der Sommerferien, da dann viele Leute verreisen. «In den Schulferien haben wir an guten Tag um die 2000 Gäste.»

Schwieriger Start

Nicht ganz so positiv sieht es in Dielsdorf aus: Die Sportanlage Erlen verzeichnet heuer 7 Prozent weniger Gäste im Bereich der Bäder als noch 2017. «Diese Zahl ist nicht repräsentativ», sagt Geschäftsführer Peter Müller. Grund dafür sei der schwierige Saisonstart. Nach dem Unwetter Ende Mai musste die Anlage während rund drei Wochen geschlossen bleiben, damit der beschädigte Technikbereich repariert werden konnte.

«Zu dieser Zeit haben sich wohl viele Familien überlegt, in welcher Badi sie das Saison-Abo kaufen. Da nicht klar war, wann die Erlen wieder öffnet, haben sich einige für ein anderes Schwimmbad entschieden», mutmasst Müller.

Rasenflächen gesperrt

Machte zuerst ein Sturm der Erlen zu schaffen, ist es nun die Trockenheit. Seit dieser Woche sind etliche Liegeflächen – gemäss Schätzungen des Geschäftsführers rund 25 Prozent – unter den Bäumen abgesperrt. «Die Äste sind morsch und drohen, abzubrechen.» Dass dies Gäste abschrecke, glaubt Müller jedoch nicht. Weil die Schattenplätze rar geworden sind, sind die Sonnerschirme, die sonst fünf Franken kosten, bis auf Weiteres gratis.

In der Erlen in Dielsdorf mussten Rasenflächen gesperrt werden, weil bei den Ästen Abbruchgefahr besteht.

Erfreulich sei die Zahl der Gäste im vergangenen Monat: 30 800 Menschen kamen zum baden nach Dielsdorf; im Vorjahr waren es in der gleichen Periode 17 700. «Der Rekord von 2015 mit 35 000 Eintritten im Juli wurde allerdings nicht geknackt», sagt Müller.

Gute Bilanz trotz Verspätung

Ähnlich wie in Dielsdorf hatte man auch im Freibad Rafz-Wil einen verspäteten Saisonstart. Dort allerdings wegen im Voraus geplanten Sanierungsarbeiten. Das Bad öffnete erst Anfang Juni. «Während der vergangenen zwei Monaten durften wir gegenüber dem Vorjahr einen Besucherzuwachs von 25 Prozent registrieren», sagt Andrea Angst vom Zweckverband Schwimmbad Rafz-Wil erfreut. Im Juli hat sich die Zahl der Eintritte mit 12 600 im Vergleich zu 2017 beinahe verdoppelt. Dies hänge einerseits mit der neu sanierten Badi zusammen, andererseits aber auch mit dem anhaltend schönen Wetter.

Der Spitzenwert wurde dieses Jahr mit knapp 1000 Badegästen am Mittwoch, 20. Juni erzielt. Auf die gesamte Saison bezogen ist nach Angaben des Zweckverbandes der Hitzesommer 2003 mit knapp 50 000 Eintritten noch immer Spitzenreiter – doch ein Vergleich sei aufgrund der verspäteten Eröffnung schwierig.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 09.08.2018, 16:07 Uhr

Daniel Weiss von der Badi in Kloten ist zufrieden.

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