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Bäckerei-Filiale wegen Coronavirus geschlossen - Team in Quarantäne

Die Bäckerei und Konditorei Fleischli hat ihre Filiale beim Bülacher Sonnenhof per sofort geschlossen. Zwei Mitarbeiterinnen zeigten Symptome. Die erste Frau wurde positiv auf das Coronavirus getestet, bei der zweiten Frau steht das Testresultat noch aus.

Die Bäckerei Fleischli schliesst eine ihrer Filialen vorübergehend.
Die Bäckerei Fleischli schliesst eine ihrer Filialen vorübergehend.
Archiv

Die Fleischli-Filiale beim Bülacher Sonnenhof bleibt ab sofort geschlossen. Dies als Vorsichtsmassnahme. Das Unternehmen hat am Mittwochabend auf der eigenen Internetseite folgende Mitteilung veröffentlicht:

«Eine Mitarbeiterin wurde positiv auf das Virus getestet», sagt Fleischli-Geschäftführer Konrad Pfister auf Anfrage. Die Angestellte hatte letztmals am vergangenen Samstag in der Filiale gearbeitet. Als sich bei ihr Symptome zeigten, hatte sie sich noch am selben Tag testen lassen. «Das positive Testresultat erhielt die Frau am Dienstag», führt Pfister aus. Die Mitarbeiterin hatte gegenüber ihrem Arbeitgeber angegeben, dass sie mit einem Mann in Kontakt war, welcher sich zuvor in Norditalien aufgehalten hat.

Die vier Angestellten, die am Samstag mit der infizierten Frau zusammengearbeitet hatten, wurden umgehend nach Hause geschickt. «Als sich am Mittwoch eine zweite Angestellte über ähnliche Symptome beklagte, wurde auch sie getestet», fährt Pfister fort. Das Ergebnis bei ihr stehe aber noch aus.

Beide Angestellten sind zuhause

Den beiden betroffenen Mitarbeiterinnen – beides sind junge Frauen und gehören somit nicht zur Hochrisikogruppe – gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie sind in ihren eigen vier Wänden und nicht hospitalisiert. «Die Symptome sind bei beiden nicht mehr so stark wie in den letzten Tagen», sagt Pfister. Per Telefon steht er mit beiden in Kontakt.

Bereits am Mittwoch hat Pfister gehandelt. Das ganze Team der Filiale Sonnenhof – insgesamt zwölf Angestellte – wurde am Nachmittag vorsorglich nach Hause geschickt. Dort werden sie auch in den nächsten Tagen bleiben. In einer der anderen elf Fleischli-Filialen werden sie während der Schliessung der Sonnenhof-Filiale nicht zum Einsatz kommen. Das wäre aber auch ohne Coronafall nicht beabsichtigt gewesen. «Wir haben keine Springer, die regelmässig in den verschiedenen Filialen arbeiten», erklärt der Geschäftsleiter.

«Die Symptome sind bei beiden Mitarbeiterinnen nicht mehr so stark. Das Wichtigste ist, dass sie sich rasch erholen.»

Konrad Pfister, Fleischli-Geschäftsführer

In der Filiale Sonnenhof ist durch die Schaufensterscheiben auch am Tag nach der ausserordentlichen Schliessung ein reichhaltiges Angebot zu sehen. «Die meisten Waren sind eingepackt und länger haltbar», erklärt Pfister. Deshalb könnten diese auch vor Ort bleiben. Die frischen Waren seien allesamt entsorgt worden. Dass sich Kunden, welche die Filiale in diesen Tagen besucht haben, über die Backwaren infiziert haben, glaubt Pfister nicht. «Unsere Angestellten tragen stets Handschuhe, wenn sie frische Brote, Gipfeli oder Patisserie anfassen», sagt er dazu.

Filiale öffnet frühestens am 14. März

Wie die betroffene Filiale nun am besten gereinigt wird, klärt Pfister derzeit mit den Hauseigentümern ab. Er rechnet damit, dass die Filiale frühestens auf das Wochenende vom 14./15. März wieder eröffnet wird. «Weil die Wiedereröffnung der betroffenen Filiale absehbar ist, sind die Einbussen voraussichtlich verkraftbar», führt Pfister aus. Um die Ausfälle dennoch ein wenig zu lindern, hat die Filiale bei der Post Bülach nun auch am Samstagnachmittag und am Sonntag geöffnet. «Das Wichtigste ist aber, dass sich beiden Mitarbeiterinnen rasch erholen.»

Insgesamt hat Pfister durch diese gespürt, dass die Verunsicherung in der Bevölkerung wegen des Coronavirus sehr hoch ist. Dies war nicht nur anhand der hohen Anzahl an Kundenanfragen zu merken. Auch als die Angestellten bei den Hotlines angerufen hätten, seien die Leitungen mehrheitlich überlastet gewesen. «Und wenn sie mit einer Auskunftsperson sprechen konnten, waren die Angaben unterschiedlich.» Die Zeit, wie lange sie mindesten zuhause bleiben sollten, schwankte zwischen wenigen Tagen und zwei Wochen.

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