Embrach

Bald kommen die ersten Bewohner

Der Zaun steht, alles ist bereit. In diesen Tagen wird das zweite Bundesasylzentrum in der Asylregion Zürich am Standort Embrach den Betrieb aufnehmen.

Alles ist bereit. In diesen Tagen sollen die ersten Asylbewerber im Bundesasylzentrum in Embrach untergebracht werden. In einer ersten Phase werden maximal 120 Personen einquartiert.

Alles ist bereit. In diesen Tagen sollen die ersten Asylbewerber im Bundesasylzentrum in Embrach untergebracht werden. In einer ersten Phase werden maximal 120 Personen einquartiert. Bild: Francisco Carrascosa

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Das Bundesausreisezentrum für Asybewerber in Embrach öffnet bald seine Tore. Dies teilt der Embracher Gemeinderat mit. So habe das Staatsekretariat für Migration (SEM) die konzeptionelle Phase abgeschlossen, so dass Anfang März ein Teil des heute bestehenden kantonalen Durchgangszentrums durch den Bundesbetrieb ersetzt werden könne.

In einer ersten Phase wird das Bundeszentrum 120 Plätze umfassen – im Bereich der gelben Containerbauten der bisherigen Notunterkunft des Kantons. Daneben hält der Kanton sein Durchganszentrum in den alten Personalhäusern der psychiatrischen Klinik mit maximal 240 Plätzen weiterhin aufrecht.

Das SEM wird den Vollausbau der Anlage auf die Gesamtkapazität von 360 Plätzen laut dem Gemeinderat weiter vorantreiben und rechnet damit, den Vollbetrieb spätestens im Jahre 2019 aufnehmen zu können. Nach der definitiven Inbetriebnahme des Bundeszentrums mit maximal 360 Plätzen werde der Kanton kein Durchgangszentrum in Embrach mehr betreiben.

Begleitgruppe eingesetzt

Ab sofort wird eine Begleitgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung, den Behörden von Bund, Kanton und Gemeinden und der für die Sicherheit und Betreuung zuständigen Organisationen den Betrieb unterstützen und gegebenenfalls Massnahmen für ein reibungsloses Funktionieren des Zentrums besprechen.

Die Anliegen der Gemeinde Embrach vertritt dabei der Gemeindepräsident Erhard Büchi. Für die Bevölkerung aus dem Hard-Nord-Quartier wird Heinrich Dünki in der Begleitgruppe vertreten sein.

«Ein erstes Treffen hat bereits stattgefunden», sagt Gemeindepräsident Erhard Büchi. Die Teilnehmenden seien dabei über die bevorstehenden Änderungen informiert worden. Es sei vorgesehen, dass sich die Gruppe künftig etwa alle drei Monate treffe. Anliegen aus dem Quartier könnten direkt bei Dünki deponiert werden.

Verpflegung durch das KZU

Der bevorstehenden teilweisen Inbetriebnahme und den weiteren Umsetzungsschritten sehe der Gemeinderat mit Zuversicht entgegen. Als Kompensation gelte zudem wie bisher, dass die Gemeinde vom Betrieb von eigenen Asylunterkünften befreit sei, was eine relevante Entlastung in Sachen Kosten und Arbeit bedeute.

Profitieren vom Bundesasylzentrum konnte auch das benachbarte Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit KZU. Dieses wird laut Büchi in einer ersten Phase für die gesamte Verpflegung der untergebrachten Asylbewerber verantwortlich sein. Anders als im kantonalen Durchganszentrum müssten diese dort nicht selber kochen.

Erstellt: 03.03.2017, 17:48 Uhr

Asylzentrum Embrach als abschreckende Kulisse

Das Staatsekretariat für Migration (SEM) lässt derzeit von afrikanischen Produzenten eine TV-Serie drehen, welche die Bewohner des schwarzen Kontinents davor abschrecken soll, in der Schweiz Asyl zu suchen. Dies berichtete die Sendung «10vor10». Als Kulisse für die Dreharbeiten der Nollywood-Produktion (in Anlehung an Nigeria und Hollywood) dient unter anderem das Embracher Asylzentrum. Die 13 Folgen à 45 Minuten umfassende Serie soll den Menschen in Afrika ein realsitisches Bild von den Verhältnissen in der Schweiz vermitteln und ihnen falsche Vorstellungen nehmen. In der Geschichte geht es um einen jungen Mann Mitte 20, der aus finanziellen Gründen in die Schweiz flüchtet. Hier stellt er fest, dass es auch in Europa kein Honigschlecken ist. Am Ende wird der junge Mann in sein Land ausgeschafft. Die Produktion kostet das SEM rund 450 000 Franken. Eine Migrationsforscherin stellte in «10vor10» die Wirksamkeit der Massnahme in Frage.

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