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Bassersdorfer Kläranlage wird zum Solarkraftwerk

Etwa 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom benötigt die Kläranlage in Bassersdorf jährlich. Nun soll der Verbrauch grüner werden: Die betreibenden Gemeinde planen ein faltbares Solardach. Die Kläranlage soll dadurch die Hälfte des Strombedarfs selber decken können.

Über den Klärbecken soll noch dieses Jahr ein faltbares Solardach gebaut werden. Pro Jahr wird es rund 283 000 Kilowattstunden Strom produzieren.
Über den Klärbecken soll noch dieses Jahr ein faltbares Solardach gebaut werden. Pro Jahr wird es rund 283 000 Kilowattstunden Strom produzieren.
Francisco Carrascosa

Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt in der Schweiz verbraucht etwa 4500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Mehr als das 266-fache davon, nämlich schätzungsweise 1,2 Millionen kWH, benötigt die Abwasserreinigungsanlage Eich (ARA) der Gemeinden Bassersdorf, Nürensdorf und Lindau jedes Jahr. Der Strombedarf ist nicht zuletzt deshalb in den letzten Jahren nochmals angestiegen, weil die Ara aufgerüstet worden ist und seit 2018 selbst Mikroverunreinigungen – dazu gehören Pestizide, Antibiotika oder auch hormonelle Verunreinigungen – mithilfe von Ozon aus dem Wasser filtern kann. Nun planen die beteiligten Gemeinden bereits den nächsten Ausbauschritt der Anlage. In Zukunft soll nämlich die Hälfte des Strombedarfs der Ara gleich von der Kläranlage selbst gedeckt werden. Dazu soll die Ara zum Kraftwerk werden. «Bereits heute erzeugen wir rund ein Drittel des benötigten Stroms auf der Anlage», erklärt Michael Nauer, der Bereichsleiter für Tiefbau, Unterhald und Entsorgung in Bassersdorf. Die Ara verfügt nämlich über ein Blockheizwerk, welches Gase, die in der Kläranlage entstehen, in Energie umwandeln können, rund 360 000 Kilowattstunden produziert die Anlage pro Jahr.

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