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Benjamin Fischer soll Präsident der SVP Zürich werden

Der Vorstand der SVP Kanton Zürich nominiert den Volketswiler für das Präsidium.

Der 28-jährige Volketswiler soll zum Zugpferd der Zürcher SVP werden.
Der 28-jährige Volketswiler soll zum Zugpferd der Zürcher SVP werden.
Keystone

Man musste ihn überreden. Doch am Montagabend präsentierte der SVP-Kantonsvorstand mit Benjamin Fischer ihren Wunschkandidaten für das Parteipräsidium. Der 28-jährige Volketswiler ist derzeit Präsident der Jungen SVP Schweiz und wäre das gerne geblieben, wie er im Walliseller Doktorhaus sagte. Doch er werde sein Parteiamt auf Mitte Februar abgeben, um die neue Herausforderung in der SVP Zürich anzupacken.

Er habe sich nicht um das Präsidium bemüht, weil er lange davon ausgegangen sei, dass man den aktuellen Präsidenten noch dazu überreden könne, das Amt zu behalten, sagte Fischer. Doch Patrick «Pudi» Walder will nicht mehr, sondern sich auf seinen Beruf als Treuhänder konzentrieren. Der 32-Jährige übernahm das Präsidium im Frühling interimistisch, weil Konrad Langhart nach der Niederlage bei den Kantonsratswahlen zum Rücktritt gedrängt worden war. Am vergangenen Freitag hat Langhart seinen Austritt aus der SVP bekannt geben.

Bereit für den «Knochenjob»

Die Findungskommission habe mehrere Kandidaten geprüft, sagte deren Präsident Alfred Heer, doch für Fischer entschied man sich einstimmig. Damit will die Partei keinen Nationalrat an der Spitze: «Die Arbeit muss primär im Kanton gemacht werden, nicht in Bern», sagte Heer.

Benjamin Fischer habe trotz seinem jungen Alter schon viel Erfahrung, präsentiere sich gut in den Medien und sei bereit, viel Zeit in den «Knochenjob» zu investieren, wie Heer sagte. 2015 wurde der Betriebswirt ins Kantonsparlament gewählt, wo er nun die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit präsidiert. Bei den Nationalratswahlen hat er im Oktober Plätze gut gemacht und liegt nun auf dem ersten Ersatzplatz.

Mit 28 ein «alter Hase»

Fischer selber bezeichnete sich gestern als «alten Hasen», da er sich bereits seit 12 Jahren in der Partei engagiere. Er übernehme gerne Verantwortung gegenüber der Kantonspartei und scheue sich nicht davor, im Kantonsrat die Oppositionsrolle zu übernehmen.

Er sei sich bewusst, dass er an den «Giganten» gemessen werde, die dieses Amt vor ihm bekleideten, sagte Fischer. Langharts Parteiaustritt bedauert er, will aber festhalten, dass es keine Flügelkämpfe in der Partei gebe: «Bei den Kernthemen stehen wir zusammen.» Ob sich die SVP Zürich wirklich geeint hinter Benjamin Fischer stellt, wird sich am 7. Januar zeigen. Dann wählen die Delegierten ihren neuen Präsidenten.

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