Oberembrach

Brückenbau auf Hauptzufahrt zwingt ein Dorf zu Umwegen

Ab dem 8. Juli bleibt die direkte Verbindung zwischen Oberembrach und Lufingen für rund zwölf Wochen gesperrt.

Dieser unscheinbare Bachübergang wird diesen Sommer komplett neu erstellt werden.

Dieser unscheinbare Bachübergang wird diesen Sommer komplett neu erstellt werden. Bild: Balz Murer

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Eine Woche vor Sommerferienbeginn wird die direkte Zufahrt vom städtischen Ballungsraum Zürichs nach Oberembrach gekappt. Dann kann die etwas mehr als 1000 Einwohner zählende Gemeinde nur noch auf Umwegen erreicht werden.

Grund ist ein Tiefbauprojekt des Kantons an der Gemeindegrenze zu Lufingen. Dort am Wildbach steht derzeit ein altes Brücklein, das komplett neu gebaut werden muss gemäss Angaben, die der jüngsten amtlichen Meldungen entnommen werden können.

Der neue Brückenschlag zwischen den beiden oberen Gemeinden im Embrachertal ist kein kleines Projekt, das nur kurz dauert. Die Arbeiten werden nämlich eine geraume Zeit in Anspruch nehmen. So kündigt das kantonale Tiefbauamt an, die betreffende Verbindung gleich für zwölf Wochen zu sperren. Demnach wird der Unterbruch vom 8. Juli bis zum 30. September dieses Jahres andauern.

Die Umleitung führt von Lufingen über Embrach nach Oberembrach. Bild: Baudirektion Kanton Zürich

Die alte Brücke werde nicht nur saniert, sondern komplett zurückgebaut, betont der Sprecher der Zürcher Baudirektion. Und da eine völlig neue Brücke erstellt werde, sei eine Bauzeit von drei Monaten «nicht übermässig lang». Das heutige Bauwerk sei in einem schadhaften Zustand und weise ausserdem eine ungenügende Durchflusskapazität bei Hochwasser auf. Zudem baut man zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf einer Seite ein Trottoir für die Fussgänger. Die Kosten für das gesamte Projekt betragen rund 600000 Franken.

Bei Hochwasser ein Problem

Während der Bauzeit wird Oberembrach vom Flughafen her nur via Embrach erreichbar sein. Statt von Lufingen her kommend direkt zum neuen Kreisel, gehts zunächst einmal um den Kirchturm im Embracher Oberdorf und zurück übers Feld zum besagten Kreisel von Oberembrach. Die motorisierten Verkehrsteilnehmer werden somit einen rund 1,7 Kilometer weiten Umweg machen müssen.

In den ersten Wochen der Bauzeit zwischen Lufingen und Oberembrach wird das Dorf überdies auch noch von einer anderen Seite nicht zu erreichen sein. Denn bis Ende Juli dauert auch noch die Sperrzeit im Eigental zwischen Oberembrach und Nürensdorf. Offen sind in dieser Phase noch die Nebenverbindungen nach Pfungen und Brütten.

Postautos werden umgeleitet

Einen Umweg müssen auch die Postautos der Linie 524 unter die Räder nehmen, welche das Dorf mit dem Flughafen verbinden. Auch für die gelben Busse führt der Weg von und nach Oberembrach über die offizielle Umleitungsroute wie der Sprecher der Baudirektion erklärt.

Die Zufahrt zur Gewerbehalle an der Wildbachbrücke bleibt während der Bauphase von Oberembrach her gewährt, die Zufahrt zu einer Grube auf der anderen Seite des Baches wird von Lufingen her möglich sein, heisst es in der Ankündigung des Kantons.

Weitere Einschränkungen

Die Totalsperrung im Embrachertal wird nicht die einzige Verkehrsbehinderung in der Umgebung bleiben in den kommenden Wochen. Auch in den Nachbargemeinden Kloten und Bassersdorf wird emsig gebaut auf den Strassen. Bereits heute beginnt die ebenfalls bis Ende September andauernde Vollsperrung der Schaffhauserstrasse in Kloten zwischen der Kreuzung am Balsberg und dem Bramen.

Und ab Ende Juni wird die Klotenerstrasse in Bassersdorf aufgerissen um die Wasserleitungen zu ersetzen. Während der Sommerferien wird dort ein Einbahnregime eingerichtet werden. Der Durchgangsverkehr in Richtung Flughafen rollt dann für mehrere Wochen durch Wohnquartiere mit Tempo-30-Zonen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 10.06.2019, 12:41 Uhr

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