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Bub sucht Ostereier und findet Schlangen

Ein Fünfjähriger findet bei der Suche nach Ostereiern nicht nur farbige Eier, sondern mehrere Ringelnattern. Ein Experte ist erstaunt.

Sechs solche Ringelnattern hat ein Bub bei der Ostereiersuche entdecket.
Sechs solche Ringelnattern hat ein Bub bei der Ostereiersuche entdecket.
20min.ch, Leserreporter
«Wir haben vom Waldrand her ins Gebüsch geschaut und gesehen, dass sich dort etwas bewegt», erzählt seine Mutter Bettina Mäder.
«Wir haben vom Waldrand her ins Gebüsch geschaut und gesehen, dass sich dort etwas bewegt», erzählt seine Mutter Bettina Mäder.
20min.ch, Leserreporter
Gefährlich seien sie aber nicht: Sie beissen höchst selten und der Biss ist für Menschen ungiftig und völlig harmlos.
Gefährlich seien sie aber nicht: Sie beissen höchst selten und der Biss ist für Menschen ungiftig und völlig harmlos.
20min.ch, Leserreporter
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«Ei, ei, ei!» – so lautete am Montag das Motto der Ostereiersuche am Höriberg. Der Osterhase hatte im Auftrag eines Vereins viele farbige Eier versteckt. «Ei, ei, ei!», dachte wohl auch der fünfjährige Gian, der mit vielen anderen Kindern zusammen so viele Ostereier wie nur möglich finden wollte. In der Nähe des grossen Spielplatzes machte er nämlich eine Entdeckung. «Wir haben vom Waldrand her ins Gebüsch geschaut und gesehen, dass sich dort etwas bewegt», erzählt seine Mutter Bettina Mäder.

Beim genaueren Hinsehen stellte sich aber heraus, dass es Schlangen sind, die sich um einen zerfallenen Baumstrunk schlängelten, wie «20min.ch» berichtet. «Es waren etwa sechs Schlangen mit einer Länge von etwa je einem halben Meter. Vielleicht haben sie dort ein Nest eingerichtet.» Gian sei über die Beobachtung erschrocken und habe um Hilfe gerufen. Entsprechend dauerte es nicht lang, bis auch andere Kinder zur Stelle waren. «Ich habe gesagt, sie sollen die Schlangen nicht anfassen, weil ich nicht wusste, ob sie gefährlich sind», so die 46-jährige Mutter.

Es stinkt, wenn sie die Analdrüse entleeren

Bei den Schlangen handle es sich um Ringelnattern, sagt Reptilienexperte Peter Müller, der als Regionalvertreter der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz amtet. Gefährlich seien diese nicht: Sie beissen höchst selten und der Biss ist für Menschen ungiftig und völlig harmlos. Manchmal komme es aber zu Scheinangriffen oder starkem Fauchen.

Obwohl man die Ringelnattern anfassen könne, lasse man die Tiere besser ungestört, um sie nicht unnötig zu stressen. Es gibt aber noch einen anderen Grund, sie nicht in die Hände zu nehmen: «Die meisten Tiere entleeren ihre Analdrüse nicht selten dann, wenn man sie nahe am Körper hält. Danach können Sie definitiv nicht direkt ins Kino. Es sei denn, Sie möchten ringsherum viele freien Plätze haben.»

Ringelnattern bauen keine Nester

Dass sich so viele Exemplare an einem Ort aufhalten, erstaunt Müller. Um ein Nest handle es sich aber nicht, da Ringelnattern keine Nester bauen. Er vermutet, dass die Schlangen dort sind, um sich zu verstecken, zu sonnen oder zu paaren. «Der Fundort liegt zwischen zwei Feuchtgebieten, wo sich Ringelnattern wohlfühlen.»

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