Buchberg

Buchberg wird zum Steuerparadies

Unvorhergesehene Einnahmen verschaffen Buchberg eine komfortablefinanzielle Lage. Die Gemeindeversammlung senkte deshalb die Steuern weiter als ursprünglich geplant.

Nichts zu diskutieren gab in Buchberg das Budget 2018, das bei einem Aufwand von 4,5 Millionen Franken ein Plus von gut 100 000 Franken vorsieht.

Nichts zu diskutieren gab in Buchberg das Budget 2018, das bei einem Aufwand von 4,5 Millionen Franken ein Plus von gut 100 000 Franken vorsieht. Bild: Urs Baptista

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An der Gemeindeversammlung vom Montag genehmigten sich die Buchberger für nächstes Jahr einen Steuerfuss von 70 Prozent für natürliche Personen und 67 Prozent für juristische. In den Unterlagen zur Versammlung schlug der Gemeinderat noch 75 Prozent für Privatpersonen vor, unterbot sich dann aber während des Anlasses, weil bis Ende Jahr mit zusätzlichen Einnahmen von 150 000 Franken zu rechnen sei.

Dagegen wurde ein Antrag eines Einwohners, der auch Firmen um weitere 5 Prozentpunkte entlasten wollte, grossmehrheitlich abgelehnt. Alle anderen Beschlüsse fielen praktisch einstimmig aus. Der Einladung ins Gemeindezentrum waren 113 Stimmberechtigten ( 17 Prozent) gefolgt.

Teure Sanierungen

Nichts zu diskutieren gab auch das Budget 2018, das bei einem Aufwand von 4,5 Millionen Franken ein Plus von gut 100 000 Franken vorsieht. Die geplanten Nettoinvestitionen von 1,5 Millionen Franken wurden ebenfalls gut geheissen. Der mit Abstand grösste Posten macht die Sanierung des Mehrzweckgebäudes aus. Sie wird voraussichtlich mit 2,2 Millionen Franken zu Buche schlagen.

«Das ist fast doppelt so teuer wie der ursprüngliche Bau in den 70er-Jahren», stellte Gemeindepräsident Hanspeter Kern fest. Die Sanierungskosten werden auf zwei Jahre verteilt. Renoviert werden muss zudem das Gemeindehaus für voraussichtlich 185 000 Franken. Im ehemaligen Schulhaus mit Baujahr 1856 werden unter anderem die Fenster ersetzt.

Keine Kürzung bei der Schule

Grosszügiger als ihre Partnergemeinde Rüdlingen zeigte sich Buchberg mit der Schule. Die Stimmbürger haben das Budget des Schulverbands Rüdlingen-Buchberg in der Höhe von 2,2 Millionen Franken unverändert genehmigt, während es in Rüdlingen um 100 000 Franken gekürzt wurde. Damit sind die geplante Einführung der Schulsozialarbeit sowie die Finanzierung des Spielplatzes infrage gestellt.

Die Verantwortlichen der beiden Gemeinden müssen nun aushandeln, wie mit dem unterschiedlichen Ergebnis umzugehen ist. Würde das Budget zum Beispiel bei den Beiträgen an den Musikunterricht gekürzt, könnte Buchberg seine Kinder weiterhin unterstützen, zeigte Gemeinderat Daniel Thevenaz eine Möglichkeit auf und stellte klar: «Sicher ist, dass wir nicht für die Rüdlinger Kinder zahlen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 05.12.2017, 17:39 Uhr

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