Bülach

Bülach verdient an Fahrverbot bis zu 2500 Franken pro Tag

Regelmässig durchqueren Autos das Fahrverbot in Bülach Süd. Viele Lenker geben ihrem Navigationssystem die Schuld dafür. Das lässt die Stadtpolizei Bülach nicht gelten und bestraft die fehlbaren Lenker mit 100 Franken Busse.

Nur der Bus und Velos dürfen auf der Feldstrasse Richtung Bachenbülach fahren. Fehlbare Lenker werden von einer Kamera erfasst und mit einer Busse bestraft.

Nur der Bus und Velos dürfen auf der Feldstrasse Richtung Bachenbülach fahren. Fehlbare Lenker werden von einer Kamera erfasst und mit einer Busse bestraft. Bild: Nathalie Guinand

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Eine rote Tafel mit weissem Strich mahnt die Autofahrer auf der Feldstrasse in Bülach: Einfahrt verboten. Fahrzeuge dürfen nur in der Gegenrichtung verkehren. Längst nicht alle Lenker halten sich an das signalisierte Verbot. Atilla Uysal, Chef der Stadtpolizei Bülach, sagt: «Pro Tag fahren 20 bis 25 Fahrzeuge trotzdem auf dieser Spur.» Seit Mitte Oktober hat das Konsequenzen. Da das Verbot oft missachtet wurde, hat die Stadtpolizei eine Kamera angebracht, welche die Kontrollschilder der Falschfahrer registriert. Danach werden Bussen in der Höhe von 100 Franken an die entsprechenden Fahrzeughalter geschickt.

Neue Strassenführung bei vielen Navis nicht integriert

Im November 2017 hat sich das Strassennetz im Bülacher Einkaufsgebiet grundlegend verändert. Statt eines Kreisels gibt es heute zwei grosse Kreuzungen mit Lichtsignalen. Die Feldstrasse ist nur noch in Richtung Stadthalle befahrbar. Wer nach Bachenbülach gelangen will, muss das über die Ifangstrasse und die Grenzstrasse machen. Lediglich der Bus und Velos dürfen die Feldstrasse noch in Richtung Bachenbülach passieren.

Sowohl das Satellitenbild von Google Maps, als auch die Karten-App auf dem iPhone sind aber noch nicht auf dem neusten Stand. Heisst: Sucht man auf dem Handy im Navigationssystem eine Route von Bülach nach Kloten, wird man fälschlicherweise über die Feldstrasse gelenkt. Genau dies sei dann laut Polizeichef Uysal auch die häufigste Ausrede von gebüssten Fahrern. Diese lässt er aber nicht gelten: «Die Signalisation ist absolut korrekt und entspricht den gesetzlichen Vorschriften. An einigen Stellen wurde die Beschilderung gar noch verbessert.»

Die Kamera, welche die Kontrollnummern registriert, ist an einer Strassenlampe auf Höhe der Mazda-Garage angebracht. Bis auf Weiteres wird sie dort bleiben. «Die Anzahl Falschfahrer ist rückläufig, seit das Gerät in Betrieb ist», sagt Atilla Uysal. Das Ziel der Stadtpolizei sei nicht, Geld zu verdienen, sondern das Fahrverbot rigoros durchzusetzen. «Wir warnen die Autofahrer anhand von Schildern vor der Kamera. Das machen wir freiwillig, damit die Lenker noch reagieren können, bevor sie registriert und gebüsst werden.»

Kameras sind auch in anderen Gemeinden im Einsatz

Das System mit der Kamera kommt nicht nur an der Feldstrasse in Bülach zum Einsatz. Auch auf einem schmalen Strässchen zwischen Freienstein und Dättlikon wurde eine Videoüberwachung installiert, weil das dort herrschende allgemeine Fahrverbot zu oft hintergangen wurde. Laut der Gemeinde Freienstein wurden seit der Einführung der Kameras bereits über 200 Autofahrer verzeigt.

Ganze 700 Übertretungen registrierte die Verkehrsüberwachung im vergangenen Frühling an der Eigentalstrasse. Die Strasse wurde zur Hauptwanderzeit der Amphibien gesperrt. Im Herbst 2017 wurden während der Sperrung im Schutzgebiet gar über 1000 Bussen ausgesprochen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 08.01.2019, 18:31 Uhr

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