Bülach

Bülachs Strassenbeleuchtung blitzt Temposünder

Die Stadtpolizei Bülach hat an der Kasernenstrasse ein Geschwindgkeitsmessgerät an einer Strassenlampe montiert. Nach einigen Tagen wird das Gerät jeweils umplatziert.

An der Kasernenstrasse wurde ein unauffälliger Blitzkasten montiert. Am Dienstagnachmittag war er bereits wieder weg.

An der Kasernenstrasse wurde ein unauffälliger Blitzkasten montiert. Am Dienstagnachmittag war er bereits wieder weg. Bild: Flavio Zwahlen

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Manch ein Autofahrer dürfte die Situation bereits erlebt haben: Man ist einen kurzen Augenblick unaufmerksam, drückt ein wenig zu fest aufs Gaspedal und schon blitzt es. Einige Tage später erhält man dann Post von der Polizei. Das ist zwar ärgerlich, aber die Regeln im Strassenverkehr gibt es nun mal, damit sie eingehalten werden.

Besonders nervig ist es aber, wenn man von einem «fies» platzierten Geschwindigkeitsmessgerät geblitzt wird. Manche Anlagen sind sehr gut versteckt, zum Beispiel hinter Bäumen oder grossen Strassenschildern. Inzwischen befinden sich mobile Messsysteme zum Teil gar in parkierten Fahrzeugen. Wenn man sie erblickt, ist es meist schon zu spät. An der Kasernenstrasse in Bülach hing über Ostern ein Messgerät an einer Strassenlampe (siehe Bild). Nur wer sehr genau hinschaut erkennt früh genug, dass es sich dabei um einen Radarkasten handelt. Atilla Uysal, Chef der Stadtpolizei Bülach, bestätigt: «Das Geschwindigkeitsmessgerät haben wir schon ein paarmal dort aufgehängt. Nach einigen Tagen wird es jeweils wieder umplatziert.» Im Vergleich zu mobilen Geräten, welche jeweils am Strassenrand stehen, sei dies einfach eine andere Möglichkeit, um die Geschwindigkeit zu messen.

Es gibt keine Zeit- oder Abstandsmessungen

Die Kantonspolizei Zürich verfügt über stationäre, semistationäre und mobile Messmittel. Bei der Messmethode unterscheidet man zwischen der Radar- und der Lasertechnologie. Damit lässt sich jedoch lediglich die Geschwindigkeit messen. «Zeit- oder Abstandsmessungen gibt es nicht», sagt Mediensprecherin Rebecca Tilen. Die Kantonspolizei führt auf dem gesamten Kantonsgebiet Geschwindigkeitsmessungen durch, ausser in den Städten Zürich und Winterthur. Die Kommunalen Polizeikorps des Kantons Zürich führen wiederum Messungen auf Gemeindegebiet durch. «Das Geld, welches aus den Bussen generiert wird, geht in die Kasse des Kantons und jenes der Gemeindepolizei fliesst in die Kasse der jeweiligen Gemeinde.»

Auf Facebook entstand das Gerücht, dass beim Gubrist-Tunnel die Durchfahrtszeiten von der Polizei aufgezeichnet werden. Bei sogenannten Abschnittskontrollen wird die Geschwindigkeit nicht an einem bestimmten Punkt gemessen, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit über eine längere Strecke. «Das war eine Social Media-Ente», führt Rebecca Tilen aus. Dieses Messsystem ist in der Schweiz ohnehin noch nicht weit verbreitet. Andere Lenker via Social Media auf Verkehrskontrollen aufmerksam zu machen, ist sowieso keine gute Idee. In Artikel 98a des Strassenverkehrsgesetzes heisst es: «Wer öffentlich vor behördlichen Kontrollen im Strassenverkehr warnt, wird mit einer Busse bestraft.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 23.04.2019, 17:44 Uhr

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