Niederweningen

Chronik zum Abschluss des Jubiläumsjahres

Das Jubiläumsjahr zum 100. Geburtstag des Sportvereins Niederweningen neigt sich dem Ende zu. Zum Adventsbeginn blickte der Verein mit einer Feier und einer Ausstellung auf seine Geschichte zurück.

Präsidentin Sportverein Cornelia Keller (38), Erich Seibert (67) und Herbert Kurmann (50) am Samichlausanlass mit Chronikfeier 100 Jahre Sportverein Niederweningen.

Präsidentin Sportverein Cornelia Keller (38), Erich Seibert (67) und Herbert Kurmann (50) am Samichlausanlass mit Chronikfeier 100 Jahre Sportverein Niederweningen.

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Der Sportverein Niederweningen feierte sein 100-Jahre-Jubiläum ausgiebig. Den Auftakt dazu bildete die Einweihung einer Jubiläumsbank am 1. Januar. Nun, zum Ausklang der Jubiläumsfeierlichkeiten, wurde am ersten Adventswochenende die Geschichte des Vereins gewürdigt.

Eine Ausstellung mit vielen alten Fotos, Auszeichnungen von Turnfesten, den Vereinsfahnen und Hörnern, zeigte den Besuchern Momentaufnahmen aus den vergangenen Jahrzehnten. Ausserdem wurde eine neue Chronik des Vereins aufgelegt. Darin blickt das Autorenteam Erich Seibert, Herbert Kurmann und Markus Mayer auf die letzten 25 Jahre zurück und nimmt auch gleich Impressionen des Jubiläumsjahres 2018 mit auf.

25 Jahr in vier Sitzungenzusammengetragen

Über die ersten 75 Jahre des Vereins liefern die bestehenden Chroniken des 75- Jahre und 50-Jahre-Jubiläums Rechenschaft, die in der aktuellen Publikation integriert sind. «Anders als bei anderen Chroniken war klar, dass wir das Jubiläumsjahr miteinschliessen und die bestehenden Berichte integrieren wollten», sagt Erich Seibert. Deshalb haben die drei erst anfangs Jahr mit ihrer Arbeit begonnen und die letzten 25 Jahre in vier Sitzungen zusammentragen können. Alle drei waren sie schon Präsidenten, Oberturner oder Leiter. Herbert Kurmann ist auch als Präsident des Jubiläums-OK engagiert.

Denn es sei auch wichtig, in die Zukunft zu schauen. «Was ich dem Vorstand schon jetzt ans Herz legem ist, dass darauf geachtet wird, immer genügend Leiter für die Jungen zu haben», meinte Seibert. Markus Mayer ergänzte: «Die Vergangenheit war in unseren Händen, die Zukunft in jüngeren. Der harte Kern ist im Vergleich zu früheren Jahrzehnten kleiner geworden.» Das sieht auch Kurmann so: «Es steht und fällt immer damit, dass sich ein paar Leute darum bemühen und in der Lage sind, andere mitzureissen. Aber ich denke, wir sind gut aufgestellt.»

«Es steht und fällt immer damit, dass sich ein paar Leute darum bemühen und in der Lage sind, andere mitzureissen. Aber ich denke, wir sind gut aufgestellt.» Herbert Kurmann

Natürlich ging es auch an diesem Abend nicht ohne Sport. Nach dem traditionellen Besuch des Samichlauses und seinen zwei Schmutzlis für die Kinder und einem Raclette-Essen, gab es auch eine Turnshow auf der Bühne zu bestaunen. Aus Anlass der neu aufgelegten Chronik hatte der 83-jährige Oberturner Heiri Volkert ein mehrseitiges, handgeschriebenes Gedicht über die Geschehnisse der letzten hundert Jahre verfasst und präsentierte dieses auch gleich selbst.

Abschnittsweise trug er die Reime über die Gründungszeit, die schwierigen Kriegsjahre und dann vor allem aber über Erlebnisse von den vielen Turnfesten und Anekdoten aus der Geschichte des Vereinslebens vor. Da gab es eine Olympiateilnahme in Melbourne und ein Gerücht um ein Schiff für die Surb und Tische, die sogar in den Taunus exportiert wurden. Dazu zeigten Mitgliedern des Sportvereins und der Jugendriegen passende und überraschende Turn- und Sportsequenzen auf der Bühne und am Schluss lang anhaltenden Applaus für den Dichter.

Die Männerwollten mehr Sport

Die grösste Veränderunge in der jüngeren Vergangenheit war 1998 unter anderem der Zusammenschluss von Turnverein und Damenriege. Dadurch halbierte sich die Zahl der Vorstandsmitglieder und die Besetzung des gemeinsamen Vorstandes wurde erleichtert. Damit wurde organisatorisch umgesetzt, was in der Praxis sowieso schon Realität war, nämlich dass Männer und Frauen auch zusammen turnten. Trotzdem hatte der Turnverein mit einem kleinen Männeranteil zu kämpfen. Eine Umfrage ergab, dass viele zwar am Sport interessiert sind, aber wenig Lust haben, einem Turnverein beizutreten. So wurde der Turnverein zum Sportverein. Der ganz grosse Mitgliederzulauf blieb trotz Namensänderung zwar aus. Aber die Schwerpunkte wurden angepasst und der neue Name passt laut Vereinsvorstand besser zum heutigen Angebot.

Vereinspräsidentin Cornelia Keller meinte: «Es war ein anstrengendes Jubiläumsjahr, aber auch sehr spannend und lässig mit dem Team. Das Chronikfest war jetzt ein schöner Abschluss». Und so soll es auch weitergehen. Oder wie Heiri Volkart in seinem Gedicht schreibt: «Em Jubilar wünsched mir Glück und Erfolg für die nächschte 100 Jahr.»

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 03.12.2018, 17:29 Uhr

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