Dänikon

Dänikon will moderat wachsen

Die Furttaler Gemeinde überarbeitet die Ortsplanung und hat die geplante Entwicklung bis 2035 in zehn Leitsätzen umrissen. Bereits jetzt ist klar: Obwohl Dänikon wachsen möchte, sind die Möglichkeiten für neue Bauzonen begrenzt.

In Dänikon versucht der Gemeinderat seit Jahren Bauland einzuzonen.

In Dänikon versucht der Gemeinderat seit Jahren Bauland einzuzonen.

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Die Einwohnerzahl Dänikons ist leicht rückläufig und erreicht knapp 2000. Der Gemeinderat strebt darum ein moderates Wachstum an, wie Gemeindepräsident Daniel Zumbach am Informationsanlass zum räumlichen Entwicklungskonzept am Donnerstagabend sagte. Nur: Das Wachstum zu planen ist schwierig, denn Dänikon ist zu 95 Prozent überbaut.

Der Gemeinderat versucht darum seit Jahren Bauland einzuzonen. «Aber so einfach wie wir uns das vorgestellt haben, geht es nicht», räumte Zumbach ein. Darum wolle man nun Schritt für Schritt vorgehen.Als ersten Schritt hat der Gemeinderat ein räumliches Entwicklungskonzept erarbeitet. Diese sogenannte Konzeption 2.035 – also die Entwicklung der Gemeinde bis 2035 – stösst bei den Dänikern auf grosses Interesse. So war das Anna Stüssi Haus am Informationsanlass bis auf den letzten Platz besetzt.

Wer sich allerdings konkrete Aussagen zur Zukunft der Gemeinde erhoffte, sah sich enttäuscht. «Die Details regelt der kommunale Nutzungsplan, das ist aber erst der zweite Schritt», erklärte Zumbach den knapp 100 Anwesenden. Vorerst gehe es erst einmal ums Konzept, fügte er an und übergab das Wort den Raumplanern vom Büro Suter, von Känel, Wild.

Eigenheiten sollen bleiben

Das Konzept umreisst die Entwicklung Dänikons mit zehn Leitsätzen. «Wir wollen die Eigenheiten von Dänikon herausschälen und verstärken», sagte Raumplaner Fabio Trussardi. Ein Leitsatz heisst etwa «Raumbänder pflegen und stärken». Mit den Räumbändern sind die vier Höhenlagen der Gemeinde gemeint, die in ihrer heutigen Funktion zu erhalten seien: den Furtbach als ökologisch wertvollen Raum, den Gemüseanbau in der Talebene, die Wiesen mit Bäumen an Hanglage, und den Altberg an höchster Lage der Gemeinde. Ein weiterer Leitsatz sieht vor, die ökologische Vernetzung zu stärken. Konkret: Die fünf Bäche renaturieren, die vom Altberg in den Furtbach fliessen.

Verbeserungspotential sehen die Raumplaner etwa im Dorfkern, der attraktiver gestaltet und mehr zu Begegnungen einladen dürfte. Ein weiterer Leitsatz schlägt vor, die Siedlungsränder schärfer von der Landschaft abzugrenzen, etwa mit Hecken oder durch eine Strasse. Trussardi betonte aber immer wieder die Schönheiten der Gemeinde, wie etwa: «Dänikon hat ein kompaktes Siedlungsgebiet und ist nicht zersiedelt. Das ist gut.»

Auch das Wachstum der Gemeinde wird mit zwei Leitsätzen umschrieben: die bestehenden Bauzonen weiterentwickeln und Neueinzonungen gezielt vornehmen. Raumplanerin Gabriela Brack erklärte: «Die Siedlungsentwicklung soll innerhalb des Dorfes stattfinden.» Dies könne durch Anbauen, Aufstocken, Abreissen und neu Bauen geschehen. Ob jemals Land eingezont werden könne, sei unklar, denn die Hürden dafür seien sehr hoch.

Bei der kommunalen Richt- und Nutzungsplanung muss die Gemeinde die Vorgaben der kantonalen und regionalen Richtpläne sowie die Sachpläne des Bundes berücksichtigen. Dänikon kann das Wachstum also nur beschränkt beeinflussen.

Bevölkerung kann mitreden

Bis am 6. April können die Däniker Anregungen zum räumlichen Entwicklungskonzept einbringen, die dann in die Richtplanung einfliessen. An der Gemeindeversammlung vom 14. Juni wird der Gemeinderat über die Richtplanung kurz informieren. Danach kann sich die Bevölkerung bis Mitte August dazu äussern. Im Herbst stellt dann der Gemeinderat den Richtplan öffentlich vor, bevor die Gemeindeversammlung am 13. Dezember darüber abstimmt.

Parallel zum Richtplan erarbeitet der Gemeinderat mit den Raumplanern eine neue Bau- und Zonenordnung. Diese soll voraussichtlich an der Gemeindeversammlung im Dezember 2019 zur Abstimmung kommen.

Erstellt: 09.03.2018, 16:09 Uhr

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