Buchs

«Danke, dass du es so lange in der Regierung ausgehalten hast»

Eine sorgfältig ausgesuchte Gästeschar beehrte den 65-jährigen Alt-Regierungsrat Markus Kägi für seine Verdienste als Baudirektor des Kantons Zürich.

Auch Alt-Bundesrat Christoph Blocher kam mit Gattin Silvia (links) zur Abschiedsfeier von Markus Kägi, der von seiner Frau Marianne begleitet wurde.

Auch Alt-Bundesrat Christoph Blocher kam mit Gattin Silvia (links) zur Abschiedsfeier von Markus Kägi, der von seiner Frau Marianne begleitet wurde. Bild: Stephan Mark Stirnimann

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Wenn ein Politiker seinen Posten verlässt, und speziell wie in diesem Fall altersbedingt, geht schon mal eine Verabschiedung in der Hektik des Politalltags unter. Dieser Umstand rief den Buchser Unternehmer Werner Hofmann auf den Plan. Gemeinsam mit dem ebenfalls in Buchs wohnhaften SVP-Kantonsrat Beat Huber organisierte er eine Überraschung für den vor kurzem zurückgetretenen SVP-Regierungsrat Markus Kägi.

«Ich blicke auf zwölf glückliche Jahre in der Zürcher Regierung zurück.»Markus Kägi
Alt-Regierungsrat (SVP).

Und so begegneten sich im Rahmen einer privaten Verabschiedungsfeier mit 90 ausgewählten Gästen im Tenniscenter Buchs ehemalige Weggefährten wie auch zukünftige Player der SVP. Zu letzteren gehörte auch die 43-jährige Nathalie Rickli, die nach den letzten Wahlen Kägis SVP-Sitz im Regierungsrat übernommen hat.

Und so begann Werner Hoffmann, auch er ein SVP-Mann, seine Dankesrede mit dem Satz: «Wir möchten Markus Kägi mit dieser Geste einfach Danke sagen für seinen Einsatz zum Wohle des Kantons Zürich».

Ein «äusserst liebenswürdiger Kollege»

Vor 41 Jahren, also im Jahre 1978, begann Markus Kägi seine politische Laufbahn als Mitglied der Rechnungsprüfungskommission der Gemeinde Niederglatt. Über den Weg als Gemeinderat führte sein steter Aufstieg zum Kantonsrat, den er 1995/96 präsidierte, bis er schliesslich Ombudsmann des Kantons Zürich wurde. Von 2007 bis vor rund zwei Wochen leitete er die Baudirektion des Kantons Zürich und war laut einer früheren Aussage von der grünen Fraktionschefin Esther Guyer ein «äusserst liebenswürdiger Kollege».

Markus Kägi blickte in seiner kurzen Ansprache auf «zwölf glückliche Jahre» in der Zürcher Regierung zurück. Sie seien schnell vorüber gegangen. Und in die Zukunft blickend meinte er, dass die SVP nun Antworten liefern und aufklären müsse. «Es braucht nicht nur eine Strategie sondern es braucht auch entsprechende Personen, die der Jugend in diesem von der Umweltdebatte verängstigten Klima plausibel erklären können, was die Wirtschaft bereits in Sachen Umweltschutz geleistet hat», forderte er.

Pin mit Zürcher Wappen wechselt den Besitzer

Als dann der SVP-Übervater und einstige Bundesrat Christoph Blocher das Mikrofon ergriff und den Furttalern schmeichelte, indem er sie für ihre neugebaute geschlossene Tennishalle rühmte, für welche seine Gemeinde Herrliberg offenbar kein Geld oder keinen Platz habe, machte auf den Gesichtern des Publikums ein Schmunzeln breit. Blocher erwähnte unter anderem den Verdienst Kägis an der Verwirklichung der Musikinsel Rheinau. Er selbst hatte dieses Projekt als Stiftungsratspräsident mit 20 Millionen Franken unterstützt. Und er dankte Markus Kägi, dass er es «solange in der Regierung ausgehalten habe».

Und nachdem der gefeierte Alt-Regierungsrat vom Dälliker Eisenplastiker Pedro Rüegg eine Minikreiselskulptur – in Anlehnung an den Dälliker Kreisel – erhalten hatte, löste er seinen kleinen Pin mit dem Zürcher Wappen vom Jacket und reichte ihn an die strahlende Nathalie Rickli weiter. «Das wird mein Glücksbringer sein», erwiderte diese gerührt. Denn Blau, das sei genau ihre Lieblingsfarbe. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 21.05.2019, 18:05 Uhr

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