Bassersdorf

Das Alter bekommt eine eigene Messe

Esther Diethelm und Marianne Zwinger kennen und koordinieren die Angebote für Senioren in Bassersdorf. Am «Tag der älteren Menschen» laden sie zu einem Thementag.

Esther Diethelm (links) und Marianne Zwinger setzen sich für eine möglichst bedürfnisgerechte Altersarbeit in Bassersdorf ein.

Esther Diethelm (links) und Marianne Zwinger setzen sich für eine möglichst bedürfnisgerechte Altersarbeit in Bassersdorf ein.

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Manchmal passieren gute Dinge ganz im Stillen – oder sie werden viel zu wenig wahrgenommen. So hat die Gemeinde Bassersdorf über die letzten Jahre hinweg mit verschiedenen Projektpartnern Schritt für Schritt eine gut vernetzte Altersarbeit aufgebaut.

Während diese Bestrebungen für viele auf den ersten Blick nicht recht ersichtlich sind, ist man in Fachkreisen allerdings sehr angetan von den Bassersdorfer Anstrengungen. So ist die knapp 12000 Einwohner zählende Glattaler Agglomerationsgemeinde in den Fokus des Bundesamts für Gesundheit (BAG) gerückt und wird unter dem Titel «Modelle der guten Praxis» gar als Vorzeigefall gelobt.

«Wir haben viel erreicht», freut sich Esther Diethelm als zuständige Altersbeauftragte von Bassersdorf. Die Sozialarbeiterin hatte in den letzten fünf Jahren massgeblich an der Neuausrichtung des Altersangebots mitgewirkt. Mit ihrem Elan hat sie einiges ins Rollen gebracht.

140000 Franken bekommen

Bassersdorf hatte vor kurzem wie viele andere Gemeinden einen rechten Nachholbedarf. Inzwischen sei man in Seniorenfragen manch anderen Gemeinden sogar etwas voraus. «Wir kochen aber auch nur mit Wasser», gibt sich Diethelm bescheiden. Was ist passiert?

Die Erklärung liegt in den politischen Rahmenbedingungen und in der Aufnahme in ein Förderprogramm namens Socius, wofür die Age-Stiftung zehn interessierte und entsprechend motivierte Gemeinden aus der Deutschschweiz ausgewählt hatte. So auch Bassersdorf, wo das Projekt «Basivia» gegründet wurde.

Man liess sich nicht zweimal bitten und packte die Chance. «Durch die Fördergelder wurde ein regelrechter Schub ausgelöst», sagt Diethelm. Seit 2015 flossen insgesamt 140000 Franken in kommunale Altersprojekte aller Art. Es ging darum, möglichst bedürfnisorientierte Angebote für ältere Dorfbewohnerinnen und -bewohner zu entwickeln.

1. Oktober ist UNO-Tag der älteren Menschen

Inzwischen gibt es einen Schreibdienst oder einen freiwilligen Besuchsdienst unter dem Namen «va bene», der die Sorgekultur in der Gemeinde fördern soll. Und es wurden unter anderem auch verschiedene neue Informationskanäle für Seniorinnen und Senioren geschaffen und – ganz wichtig – Unterstützungsangebote für betreuende und pflegende Angehörige entwickelt. Nicht zuletzt gibt es in Bassersdorf seit einem Jahr auch eine neue Pflegekoordinationsstelle, die mit Marianne Zwinger besetzt werden konnte.

Am heutigen 1. Oktober ist zudem auch der internationale «Tag der älteren Menschen», der auf Beschluss der Vereinten Nationen seit 1991 begangen wird. Ein passendes Datum, um die Altersarbeit in den Mittelpunkt zu stellen und die Bevölkerung einzuladen. Das findet auch die Arbeitsgruppe «Hohes Alter Basi-Nüeri», die diesen Tag zum fünften Mal begeht.

14 Institutionen machen mit

Im Franziskuszentrum wird heute ab 14 Uhr eine eigentliche «Erfolgsmesse» zum Thema Altern durchgeführt, wie Diethelm es nennt. Zum Thema «Wenn Älterwerden Hilfe braucht» gibts Referate, ein Podium und einen kleinen Markt mit 14 Institutionen aus dem Bereich Gesundheit und Alter. Zudem sollen die aktuellen Errungenschaften der vernetzten Zusammenarbeit gezeigt, gewürdigt und gefeiert werden. «Ich wünsche mir, dass wir die Aufbruchstimmung mitnehmen können, denn die Arbeit geht uns nicht aus.»

Erstellt: 30.09.2019, 17:44 Uhr

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