Boppelsen

Das Dorffest kann stattfinden

Nach längeren Diskussionen sprach die Gemeindeversammlung 60 000 Franken für ein Dorffest im Sommer 2020.

Im August 2020 können in Boppelsen die Festbänke aufgestellt werden.

Im August 2020 können in Boppelsen die Festbänke aufgestellt werden. Bild: Keystone

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Kaum ein Stuhl blieb am Mittwochabend leer im grossen Saal des Bopplisser Mehrzweckgebäudes. 131 Stimmberechtigte (14 Prozent) kamen zu den Versammlungen der Politischen Gemeinde und der Primarschulgemeinde. Zu reden gab vor allem das dreitägige Dorffest, das im August 2020 stattfinden soll. Der Gemeinderat wollte dem Organisationskomitee 50 000 Franken Kredit und 10 000 Franken Defizitgarantie zur Verfügung stellen und brachte den Kreditantrag vor die Gemeindeversammlung. Geplant sei ein Dorffest «von Bopplissern für Bopplisser», organisiert von den Vereinen, wie OK-Präsidentin Laura Baur-Storni den Anwesenden darlegte.

«Von Bopplisser für Bopplisser.»Laura Baur-Storni, OK-Präsidentin

Das Fest solle nicht wie das Dorffest im Jahr 2010 mehrheitlich aus Festbeizen bestehen sondern man wolle ein breites kulturelles Angebot zusammenstellen, fügte sie an. Doch bevor Gemeindepräsident Hans-Heinrich Albrecht zur Abstimmung schreiten konnte, kritisierte ein Votant die Höhe des Kredits und forderte ein detailliertes Budget zum geplanten Fest.

Vor allem auswärtiges Publikum?

Er befürchtete, dass mit teuren Acts von bekannten Künstlern vor allem Publikum aus der Region angelockt würde und stellte den Antrag, die Abstimmung auf ein späteres Datum zu verschieben. Ein anderer Votant monierte, dass die Vereine nach der Informationsveranstaltung nichts mehr vom OK gehört hätten, was er seltsam fände.

Laura Baur-Storni betonte, dass ein grosses Dorffest ohne Geld nicht zu haben sei und dass die Anwesenden jetzt Ja oder Nein zum Fest sagen sollten. «Ohne den Kredit gibt’s kein Dorffest», stellte sie klar. Der Antrag auf Verschiebung der Abstimmung fand bei der Mehrheit der Anwesenden kein Gehör. Die Versammlung genehmigte den Kredit und die Defizitgarantie mit klarem Mehr.

Ja sagten die anwesenden Stimmberechtigten auch zum Budget 2019 der Politischen Gemeinde und zum Steuerfuss. Publiziert hatte die Gemeinde ein ausgeglichenes Budget. Doch weil der Kanton darauf bestand, den Ressourcenausgleich zeitlich abzugrenzen, musste Boppelsen eine Korrektur vornehmen. Nun sieht das Budget ein Minus von rund 98 000 Franken vor, dies bei einem Aufwand von rund 3,7 Millionen Franken. «Es sind nur buchhalterische Anpassungen», kommentierte der Gemeindepräsident das unerwartete Minus. Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde bleibt dennoch unverändert bei 25 Prozent.

Schule erhält neuen Spielplatz

Auch die Primarschulgemeinde präsentierte der Versammlung ein Budget mit mehr Aufwandüberschuss als in den Abstimmungsunterlagen publiziert. Das Budget sieht einen Aufwand von 2,9 Millionen Franken und ein Minus von 75 000 Franken vor. Die Anwesenden genehmigten es trotz der Änderung ohne Gegenstimme. Der Steuerfuss bleibt bei 44 Prozent. Nach mehreren Voten dafür und dagegen sagten die Stimmberechtigten auch Ja zu einem neuen Spielplatz auf dem Schulareal und zum Kredit von 70000 Franken. Diskussionslos genehmigten sie die Kreditabrechnung für die IT-Ausstattung der Schule. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 06.12.2018, 16:45 Uhr

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