Bülach

«Das Guss als reine Partylocation weiterzuführen, wäre nicht möglich»

Die Suche nach einem neuen Betreiber für das Kultur- und Begegnungszentrum Guss 39 in Bülach macht Fortschritte. Der Stadtrat hat eine Absichtserklärung für das Projekt «Kantine» von Luzius Keller abgegeben. Der Vertrag ist aber noch nicht unterzeichnet.

Luzius Keller überzeugte den Stadtrat mit seiner Bewerbung. Läuft alles nach Plan, betreibt der Bülacher das Guss ab Februar 2019.

Luzius Keller überzeugte den Stadtrat mit seiner Bewerbung. Läuft alles nach Plan, betreibt der Bülacher das Guss ab Februar 2019. Bild: Balz Murer

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Die Zukunft des Kultur- und Begegnungszentrums Guss 39 scheint für die nächsten mindestens fünf Jahre gesichert. Da Gianluca Italia Ende Jahr aufhört, musste sich die Stadt Bülach nach einem neuen Betreiber umschauen. Mit Luzius Keller hat sie diesen nun wahrscheinlich gefunden. Er setzte sich mit seiner Bewerbung gegen jene des Vereins Transition-Bülach durch.Der Stadtrat hat auf Empfehlung der Kulturkommission eine Absichtserklärung für das Projekt von Luzius Keller abgegeben. Das heisst: Unterschrieben ist noch nichts, aber es sieht gut aus für den 32-jährigen Bülacher. In einem nächsten Schritt werden Ende August erste Sitzungen über die Leistungsvereinbarung stattfinden. «Wenn wir uns in allen Punkten einig werden, bin ich ab Februar für das Guss zuständig», sagt Luzius Keller sicher.

Schon viele Events organisiert

Keller träumt schon lange davon, ein eigenes Lokal in Bülach zu führen. «Hier bin ich aufgewachsen und hier leben alle meine Freunde.» Er hat auch schon genau geplant, wie das Programm im Guss unter seiner Leitung aussehen soll. «Dazu nehme ich aber erst Stellung, wenn ich den Vertrag unterzeichnet habe.»

Der 32-Jährige ist in der Bülacher Partyszene kein Unbekannter. Seit seinem 16. Lebensjahr organisiert er Anlässe in Lokalen wie dem Kulturschopf, dem Glashaus, dem Guss sowie im Freien. Zuletzt wollte er zusammen mit Freunden vor zwei Jahren die Hallen an der Herrenwisstrasse umbauen und ein Kulturlokal errichten. «Mit diesem Projekt wollte es nicht so richtig klappen», sagt er. Und so kam ihm die Guss-Ausschreibung der Stadt gerade recht. Aber auch in diesem Lokal gibt es für den Eventplaner einige Hürden zu überwinden.

Konzept anpassen

Der jetztige Guss-Betreiber Gianluca Italia sorgt zusammen mit seiner Crew seit acht Jahren für Leben auf dem Areal hinter dem Bahnhof, das zum Planungsgebiet für den Stadtteil Bülach Nord gehört. Neben Fondue- und Pouletflügeliessen sowie Bierabenden und Public Viewings bei Sportgrossveranstaltungen finden regelmässig Partys statt, aber auch jährlich 40 Konzert- oder Theaterveranstaltungen sowie private Anlässe. Grund für Italias Abgang sind befürchtete Lärmklagen. Bereits im nächsten Sommer werden nämlich in unmittelbarer Nähe die ersten Bewohner der neuen Überbauung einziehen. Die Gartensitzplätze reichen bis wenige Meter vor den Eingang des Kulturzentrums. Luzius Keller ist sich bewusst, dass er das Konzept diesen Umständen anpassen muss. «Das Lokal als reine Partylocation weiterzuführen, wäre nicht möglich.»

Weil das Grundstück erst 2024 für zusätzlichen Schulraum benötigt wird, hat die Stadt den Auftrag nochmals neu ausgeschrieben. Je nach Situation ist sogar eine Verlängerung des Vertrages möglich. Entscheidend dafür ist, wie rasant die Schülerzahlen im neuen Stadtteil in den nächsten Jahren ansteigen werden.

Luzius Keller geht mit der Übernahme ein gewisses finanzielles Risiko ein. «Ich werde einige grössere Investitionen aus dem eigenen Sack bezahlen.» Trotzdem: Ohne die Unterstützung der Stadt würde er das befristete Projekt nicht anpacken. Für kulturelle Anlässe steuerte Bülach bisher 55 000 Franken pro Jahr bei.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 17.07.2018, 18:10 Uhr

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