Kloten

«Das ist so nervig»

Fabian Sutter hat sich beim EHC Kloten in der Swiss League nach hartemBeginn zum erhofften Leader entwickelt.

Wegen einer Schulterverletzung verpasste der neue Klotener Stürmer Fabian Sutter (Nummer 16) fast die gesamte Vorbereitung auf dem Eis. Innert kürzester Zeit ist der 36-Jährige nun zum Center der ersten Linie und zum zweitbesten Skorer hinter Ryan MacMurchy geworden.

Wegen einer Schulterverletzung verpasste der neue Klotener Stürmer Fabian Sutter (Nummer 16) fast die gesamte Vorbereitung auf dem Eis. Innert kürzester Zeit ist der 36-Jährige nun zum Center der ersten Linie und zum zweitbesten Skorer hinter Ryan MacMurchy geworden. Bild: Leo Wyden

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Rick Nash, Joe Thornton und Niclas Hagman waren Teil des HC Davos, der sich in der Lockout-Saison 2005 gegen die ZSC Lions den Titel holte. Mittendrin in dieser Meistermannschaft war der damals erst gerade 23-jährige Fabian Sutter. Er stemmte bereits zum zweiten Mal (nach 2002) mit Davos den Meisterpokal.Seine erste Begegnung mit Rick Nash hatte er schon mit 20 Jahren, als er in Hradec Kralove (Tschechien) 2002 seine letzte U-20-WM bestritt. Im Spiel um Platz 3 verloren die Schweizer gegen die Kanadier mit Nash 0:4. Teamkameraden von damals sind 16 Jahre später wieder seine Kollegen am neuen Arbeitsort in Kloten: Thibaut Monnet und René Back. Verteidiger Back war es auch, der Sutter und Kloten auf diese Saison hin zusammenbrachte. Sutter hatte sich schon früh im letzten Winter entschieden, Biel zu verlassen. «Aber ich wollte nicht einfach noch ein bisschen Eishockey spielen, ich will helfen.»

Über 1000 NLA-Spiele

Das kann der mittlerweile 36-Jährige in Kloten. Center Sutter ist einer der ganz wenigen Spieler, die über 1000 Partien in der höchsten Spielklasse absolvierten. Bei genau 1026 steht er, mit 364 Skorerpunkten. Biel war nach Bern, Davos, Langnau und Zug seine letzte Station in derNational League.

Er ist einer, der weiss, was im Eishockey Sache ist. Und deshalb hat er sich in der Zeit, in der sein neuer Club sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerte, einmal auch in der Garderobe erhoben und deutliche Worte an die Mannschaft gerichtet. Aber das tat er erst, nachdem er sich selber in Schwung gebracht hatte. Wegen einer Schulterverletzung verpasste Sutter fast die gesamte Vorbereitung auf dem Eis, sein Rückstand war gross. «Aber ich habe gewusst, dass es kommt. Ich gab mir zehn Spiele Zeit. Plötzlich spürte ich im Training: Jetzt funktioniert es.»

Das Funktionieren hat ihn innert kürzester Zeit zum Center der ersten Linie und zum zweitbesten Skorer hinter Ryan MacMurchy gemacht. Etwa zu gleicher Zeit wie Sutter hat auch Thibaut Monnet, ein anderer Spieler mit Jahrgang 82, in die Gängegefunden. Monnet traf am Mittwoch in La Chaux-de-Fonds zur 1:0-Führung.

Potenzial für Top 4

Ja, dieses Spiel in La Chaux-de-Fonds! «Als wir das 4:4 schossen, dachte ich mir, dass der Gegner nun kaputt sei», sagt Sutter. «Doch dann haben wir dermassen dumme Strafen geholt. Das ist so nervig.»

Er ist sich sicher: «Wir haben ein gutes Team beisammen, mit diesem Spielermaterial müsste es für die Top 4 reichen.» Doch er muss nachschieben: «Wir schlagen uns immer wieder selber.»

Offensichtlich seien 13 Partien nicht genug gewesen, um zu lernen, dass jeder konsequent zu spielen habe. «Wir sind zwar ein Team, aber jeder, ob jünger oder älter, muss zuerst seinen Job als Einzelspieler verrichten, sich optimal verhalten. Es muss doch jeder gemerkt haben, dass es so nicht geht.» Die Trainer würden sie optimal auf Spiel und Gegner vorbereiten, «wir wissen alles, was wir brauchen. Aber wir müssen es konsequent umsetzen.»

Sutter betont: «Das Potenzial ist da. Es gibt doch nichts Schlimmeres, als wenn man das nicht ausnutzt.» Die Mentalität, dass es dann schon einmal kommt, stört ihn. Man könne nicht sagen, dass sie noch Zeit benötigen würden, um sich einzuspielen. «Es ist alles nur eine Sache des Kopfes.»

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 01.11.2018, 22:02 Uhr

Thurgau und Winterthur als letzte Gegner

Der HC Thurgau heute Freitag um 19.45 Uhr in der Swiss Arena und morgen Samstag um 17.30 Uhr der EHC Winterthur auswärts sind die letzten Gegner Klotens vor der Länderspielpause, die für Kloten bis zum 16. November dauert. Dann geht das Programm mit dem Heimspiel gegen die Ticino Rockets weiter. Sowohl gegen Thurgau als auch gegen Winterthur gilt es für Kloten einiges gutzumachen. Es sind bereits die dritten Auftritte gegen die Gegner in der «Derby-Gruppe». Gegen Winterthur begann Kloten die Saison mit einem 3:1-Sieg, verlor dann aber das Heimspiel wenig rühmlich 1:4. Gegen Thurgau holten sich die Unterländer den ersten Heimsieg in der Swiss Leage (5:2). In der Güttingersreuti von Weinfelden schossen sie dagegen nicht einen Treffer (0:3-Niederlage). Die Resultate dieser zwei Partien werden mitentscheidend sein für die Gefühlslage im EHC. Nur mit zwei Siegen kann man die Pause mit positiven Gefühlen in Angriff nehmen. Diese Resultate beeinflussen kann der Gesundheitszustand eines einzelnen. Topskorer Ryan MacMurchy, der beste Feldspieler bisher, unterzog sich gestern Donnerstag noch einer genaueren Untersuchung seiner Verletzung. Ist er nicht dabei, wird die Aufgabe ein bisschen schwieriger. Dafür dürfte dann Bernhard Starkbaum im Goal die Chance bekommen, seine Position zu verbessern. jch

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