Eglisau

Das lokale Gewerbe will im Gespräch bleiben

Am Wochenende fand in Eglisau die fünfzehnte Shoppingmeile statt. Das lokale Gewerbe zeigte sich von seiner besten Seite.

An der Shoppingmeil kam auch der soziale Austausch und das gemütliche Zusammensitzen zwischen den den Besuchenden nicht zu kurz.

An der Shoppingmeil kam auch der soziale Austausch und das gemütliche Zusammensitzen zwischen den den Besuchenden nicht zu kurz. Bild: Leo Wyden

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Viele gelbe Ballons schwebten am Wochenende über Eglisau.Grund dafür war die fünfzehnte Ausgabe der Eglisauer Gewerbe- und Shoppingmeile. Die Ballons zeigten den Besuchenden nämlich den Weg zu den Attraktionen. Über 15 Gewerbebetreibende stellten ihre Produkte vor und luden ein zu Essen, Trinken und Unterhaltung. Wie bereits die letzten Jahre führte eine Kutsche, genannt Rösslitram, zu den wichtigsten Orten.

Die Besuchenden konnten sich von der Vielseitigkeit des lokalen Gewerbes überzeugen: Vom Sanitär über den Weinproduzenten bis hin zum Fahrradladen liess sich alles mögliche entdecken. Sogar eine Schauschmiede war an der Zürcherstrasse zu finden. Veranstaltet wurde der Event vom Verein «Die Zürcherstrasse — Die Eglisauer Gewerbe- und Shoppingmeile».

Sanitärbetrieb verwechselt mit Staubsaugerladen

Thomas Lee, Präsident des Vereins und Geschäftsführer des teilnehmenden Betriebs Sanitär Lee, organisierte den Anlass zum zweiten Mal. Seine Ursprünge hat der Anlass aber bereits im Jahr 2003. Die Überlegung damals war, dass sich zwar einige Gewerbebetreibende an der vielbefahrenen Zürcherstrasse befanden, aber nur wenige Leute wussten, was dort eigentlich angeboten wurde. Thomas Lee erinnert sich an ein Schlüsselerlebnis, als ein Passant dachte, es handle sich bei dem Sanitärbetrieb Lee um einen Staubsaugerladen. So seien die Gewerbetreibenden auf die Idee mit der Shoppingmeile gekommen.

Nicht nur auf die Zürcherstrasse beschränkt

Mit den Jahren wurde die Meile grösser und mittlerweile ist sie nicht mehr nur auf die Zürcherstrasse begrenzt. Auch aus dem Städtli kamen am Wochenende die Gewerbetreibenden, um ihre Produkte zu zeigen. Auch heute hat die Shoppingmeile einen ähnlichen Zweck wie früher: «Es ist uns vor allem wichtig, dass das lokale Gewerbe im Gespräch bleibt», sagte Thomas Lee. Bei der Organisation achte der Verein auch darauf, dass jeder Gewerbetreibende eine Attraktion für sich habe.

«Es ist uns vor allem wichtig, dass das lokale Gewerbe im Gespräch bleibt.»Thomas Lee

Für Matthias Bechtel, Winzer und Kellermeister von Bechtel Weine, geht es besonders darum, im Bewusstsein der Eglisauer zu sein. «Ich möchte präsent sein bei der lokalen Bevölkerung.» Dazu passt auch seine ambitionierte Vision: Bechtel möchte Eglisauer Trauben auch in Eglisau verarbeitet wissen und damit das Eglisauer Image aufbessern. Dazu kommt eine Neigung zur Solidarität des lokalen Gewerbes. «Der Austausch mit anderen Gewerbebetreibenden ist enorm wichtig», sagte Bechtel.

Liebe persönlicher als virtueller Kontakt

Das diese Bemühungen nicht umsonst waren, zeigte sich bei den Besuchenden. Carolina Goll aus Eglisau war überrascht, was das Gewerbe alles zu bieten hat. Insbesondere die Schauschmiede gefiel ihr. Aber auch darüber hinaus verfehlte der Anlass seine Wirkung nicht. «Man lernt die Leute persönlich kennen, das ist wichtig. Sonst geht ja alles bloss übers Internet», sagte die Besucherin. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 15.04.2019, 15:21 Uhr

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