Lägern

Das Warnlicht auf der Lägern muss ersetzt werden

Auf der grossen Radarkugel auf der Lägern funktioniert das Warnlicht nicht mehr. Die Flugsicherung Skyguide hat den Auftrag erteilt, die Lampe zu ersetzen. Bis dann werden Piloten vor jedem Flug auf das fehlende Licht aufmerksam gemacht.

Das Flughafen-Warnlicht  zuoberst auf der Radarkugel neben der Lägern-Hochwacht ist derzeit defekt. Piloten werden von der Flugsicherung Skyguide noch bis 25. Januar über den Ausfall informiert. Bis dahin sollte die Lampe ersetzt sein

Das Flughafen-Warnlicht zuoberst auf der Radarkugel neben der Lägern-Hochwacht ist derzeit defekt. Piloten werden von der Flugsicherung Skyguide noch bis 25. Januar über den Ausfall informiert. Bis dahin sollte die Lampe ersetzt sein Bild: Ernst Peyer

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Die grosse Radarkugel der Flugsicherung Skyguide ist vom ganzen Furttal aus zu sehen, wie sie über dem Wald auf der Lägern trohnt. Sie befindet sich keine hundert Meter neben dem momentan geschlossenen Restaurant Hochwacht. Sie wird normalerweise aber nicht nur vom Furttal aus gut gesehen, sondern auch von den Piloten in der Luft, die das Warnlicht zuoberst auf der Kugel wahrnehmen sollten.

Momentan ist die Lampe auf dem Radar aber defekt, wie Skyguide bestätigt. Die Flugsicherung hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt über den Ausfall informiert und den Auftrag an ein externes Unternehmen erteilt, die Lampe zu ersetzen. Bis wann das Warnlicht wieder in Betrieb genommen wird, ist gemäss Skyguide Mediensprecher Vladi Barrosa aber noch nicht klar, da der Ersatz von verschiedenen Faktoren abhänge. Es könnte also noch einige Tage dauern.

Piloten über Ausfall informiert

Dass die Skyguide das Licht nicht unverzüglich wieder einsatztauglich macht, liegt nicht etwa daran, dass es diese Warnlichter gar nicht mehr benötigt, erklärt Barrosa. Im Gegenteil, sie erfüllten immer noch eine wichtige Funktion im Flugbetrieb. Nur ist jenes Licht nicht das einzige, das dem fliegerischen Personal anzeigt, dass hier ein Hügel auf eine Höhe bis 866 Meter über Meer ragt. Und die Piloten werden auch ständig über den Ausfall des Warnlichts informiert, erläutert Barrosa. Dies erfolge über eine sogenanntes Notam.

Notam bedeutet «Notice to Airmen», also «Nachricht an Luftfahrer». Damit werden Piloten ständig über neue oder veränderte Verfahren, Anlagen oder Gefahren informiert. Das können defekte Warnlichter an hohen Hindernissen sein, wie im Fall der Lägern bei Boppelsen oder auch temporäre Hindernisse wie grosse Krane an Baustellen sowie Gefahren durch Flugschauen oder Wetterballone.

Die Nachrichten erhalten Piloten für den Startflughafen, die Flugstrecke, den allfälligen Ausweichflughafen sowie die Destination. Im Notam wird neben den temporären Gefahren beispielsweise auch über den Zustand der Pisten, Flugbeschränkungen, aussergewöhnliche Flüge in der Region oder Militärübungen informiert.

Für den Fall des Radarkugel-Warnlichts gilt das Notam noch bis zum 25. Januar, solange werden alle Piloten, deren Flug an der Lägern vorbei führen könnte, über den Ausfall informiert.

Warnlichter streng geregelt

Warnlichter gibt es nicht nur auf den Hügeln der Region, sondern auch auf hohen Häusern oder Objekten. Wo Warnlichter platziert werden müssen, wird durch Messflüge errechnet. Diese starten tagsüber und erfassen die Umgebung. Aus den Daten errechnet ein Computer die Höhen der Gebäude und Objekte.

Als Luftfahrthindernisse gelten diese, wenn sie in besiedelten Gebieten eine Höhe von mindestens 60 Metern erreichen. In nicht dicht besiedelten Gebieten werden bereits Objekte die 25 Meter oder mehr aufweisen markiert. Das gilt insbesondere für temporäre Hindernisse, wobei es sich dabei meist um Krane von Baustellen handelt, welche die Mindesthöhen überragen.

Die momentan platzierten Warnlichter sind im Internet auf den Karten des Bundesamts für Landestopografie Swisstopo einsehbar. Unter map.geo.admin.ch kann die Karte aufgerufen werden. Im linken Bereich neben der Karte muss dann das Thema auf «Luftfahrt» gewechselt werden, wonach die Luftfahrthindernisse automatisch angezeigt werden.

Ein Zoom auf das Furttal lässt schnell das Warnlicht auf der Lägern erkennen. Daneben hat es nochmals drei Markierungen für Strommasten, zwei kurz vor dem höchsten Punkt der Lägern, zwischen Hochwacht und Ruine Altlägern sowie eine weitere auf dem Lägernsattel, auf Wettinger Seite.

Temporäre Warnlichter gibt es in der Flughafenregion neben den fix installierten noch zuhauf. Die grösste Ansammlung temporärer Lichter steht direkt am Flughafen: Bei der grössten Baustelle der Schweiz, wo bis Ende 2019 der Circle entsteht, sind sechs riesige Krane mit entsprechenden Blinklichtern versehen.

Erstellt: 12.01.2017, 15:58 Uhr

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