Dällikon

Das Wasserrad am Altberg dreht sich wieder

Es dreht sich schon lange, das Wasserrad am Weg zum Altberg mit seiner Waldschenke. Nun wurde es erneuert und gestern vom Dälliker Gemeinderat eingeweiht.

Der Dälliker Gemeinderat weiht das neue Wasserrad ein (v. l.): Max Koch, Susanne Fahrni, Caroline Rau, Marc Huber, Gemeindeschreiber Ruedi Bräm, Stefan Schibli und Gemeindepräsident René Bitterli.

Der Dälliker Gemeinderat weiht das neue Wasserrad ein (v. l.): Max Koch, Susanne Fahrni, Caroline Rau, Marc Huber, Gemeindeschreiber Ruedi Bräm, Stefan Schibli und Gemeindepräsident René Bitterli. Bild: Olav Brunner

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Ein war ein denkwürdiger Abschluss der letzten Gemeinderatssitzung vor den fünfwöchigen Ferien. Der gesamte Dälliker Gemeinderat und der Gemeindeschreiber begaben sich am Dienstagabend hinauf zum neuen Wasserrad und liessen es erstmals wieder drehen. Wanderer können nun eine Pause einlegen und ein Menschenwerk und die Nutzung von Wasserkraft bestaunen, welche die Industrialisierung und die Stromproduktion überhaupt ermöglicht hat.

Die Geschichte des Wasserrades im Wald Vieleichli am Nordhang des Altberg lässt sich nicht bis an ihren Anfang verfolgen. Die Dälliker Gemeinderätin Caroline Rau erinnert sich aber: «Wenn wir als Kinder mit den Eltern zum Altberg hochstiegen, hielten wir oft beim Wasserrad an. Wir stauten den Zulauf und liessen das Wasser wieder laufen, und freuten uns, wenn sich das Wasserrad für einige Momente schneller drehte.» Vermutlich wurde das erste Wasserrad von Landwirt Werner Reichli in den Siebzigerjahren gebaut.

Widerstandsfähige Hölzer

Das Rad hat keinen kommerziellen Zweck. Es treibt weder ein Mahl- oder ein Sägewerkwerk an, noch einen Generator. Von einer Quelle gespiesen, dreht es sich und erfreut die Wanderer und Spaziergänger als weitherum bekannter Fixpunkt auf dem Aufstieg zum Altberg. Einige Male musste es schon repariert werden. Das letzte Mal erfolgte eine Erneuerung im Jahr 2006 durch den Zivilschutz oberes Furttal. Das verkündet eine kleine Messingtafel. Es war kein Vandalenakt, sondern starke Regenfälle im vergangenen Jahr, die das das Werk erneut zerstörten und die Beschläge auseinander brechen liess.

Die Wagnerei Oehrli in Lauenen bei Gstaad wurde beauftragt, ein neues Rad zu bauen. Geschäftsführer Simon Oehrli gab folgende Daten bekannt: «Die Holzteile fertigten wir aus Eichen- und Lärchenholz an, Holzarten die gegen Fäulnis besonders widerstandsfähig sind.» Der Bau des Rades mit seinen 24 Schaufeln beanspruchte etwa 110 Arbeitsstunden und kostete rund 15 000 Franken. Die Achse und die Lager sind aus rostfreiem Stahl gefertigt. Die Firma Oehrli baute neben vielen weiteren Wasserrädern in der ganzen Schweiz auch das neue Wasserrad für die alte Sagi in Bassersdorf. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.07.2018, 16:12 Uhr

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