Opfikon

Datencenter-Betreiber Interxion investiert 130 Millionen Franken in Glattbrugg

Das niederländische Unternehmen Interxion will ein zweites, neues Rechencenter errichten.

In Glattbrugg bekommen Bits und Bites noch mehr Bedeutung (Symbolbild).

In Glattbrugg bekommen Bits und Bites noch mehr Bedeutung (Symbolbild). Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Neben den grössten Cloud-Anbietern wie Google, Amazon und Mircrosoft verzeichnen wir eine steigende Nachfrage lokaler Kunden», sagt Schweiz-Geschäftsführer Hans Jörg Denzler. «So betreiben bereits über 25 Banken eines ihrer Datencenter bei uns, und wir sehen einen steigenden Trend von Industriebetrieben und Krankenhaus-Betreibern, die ihre Datencenter zunehmend auslagern», erklärt Denzler.

Zürich sei ein guter Standort für Datencenter, denn «hier können wir eine optimale Anbindung an die Glasfasernetze anbieten», sagt Denzler, «Über 46 Telecomanbieter sind präsent.»

Kundennamen darf er allerdings nicht nennen, die wenigsten Firmen wollen, das öffentlich ist, wo ihre Daten lagern. Bekannt ist indes, dass der IT-Sicherheitsanbieter Kaspersky die Dienste von Interxion in der Schweiz nutzt.

«Zürich ist ein guter Standort für Datencenter, denn hier können wir eine optimale Anbindung an die Glasfasernetze anbieten.»Hans Jörg Denzler

Interxion zählt in Europa zu den drei grossen Anbietern von Rechencentern. Das in Amsterdam beheimatete Unternehmen erwirtschaftete mit seinen rund 50 Datencentern in 13 Städten im vergangenen Jahr einen Umsatz von insgesamt 562 Millionen Euro, der Gewinn erreichte 31 Millionen Euro. Grosse Wettbewerber sind Unternehmen wie Equinix und E-Shelter, in der Schweiz ist auch Green.ch eine der bekannteren Adressen.

Das Geschäft floriert: So baut Interxion nach eigenen Angaben jedes Jahr zwei bis drei neue Rechencenter und investiert pro Jahr rund eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau der eigenen Infrastruktur.

Zusätzlich 10 bis 15 Mitarbeitende

Viele Jobs sind mit dem Aufbau eines neuen Datencenters allerdings nicht verbunden, denn diese sind automatisiert. so beziffert Denzler den zusätzlichen Personalbedarf in Glattbrugg auf 10 bis 15 Mitarbeitende.

Unternehmen tendieren dazu, nicht länger selber eigene Rechencenter zu betreiben, denn diese verlangen hohe Anfangsinvestitionen. Der Trend geht dahin, die nötigen Daten-Kapazitäten anzumieten. Viele Unternehmen wiederum greifen dabei auf sogenannte Cloud-Lösungen zurück, wie sie Amazon oder Microsoft anbieten. Kunden können hier je nach Bedarf ihre Datenkapazitäten flexibel anmieten.

So befragte Interxion im vergangenen Jahr 1800 Informatik-Entscheider in Unternehmen mit mehr als 250 Millionen Franken Jahresumsatz. 120 Befragte waren aus der Schweiz. Dieser Erhebung zufolge lagert fast die Hälfte der Unternehmen noch ihre Daten in eigenen Rechencentern. Nur rund ein Drittel nutzt Cloud-Lösungen. Laut der Umfrage soll sich dieses Verhältnis bis 2020 grob gerechnet umkehren.

(ali)

Erstellt: 13.03.2019, 12:42 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles