Bülach

Den grössten Polizeieinsatz gab es bei einem Eishockeyspiel

Der Bülacher Geschäftsbericht bietet Einsicht in allerlei Zahlen und Fakten aus dem vergangenen Jahr. Eine grosse Rolle spielt dabei das Wachstum der Stadt.

Über 2000 Eishockey-Fans kamen im September zum Cupspiel zwischen dem heimischen EHC Bülach und den grossen ZSC Lions. Der Anlass verlief ohne Zwischenfälle, auch dank einem Grossaufgebot der Polizei.

Über 2000 Eishockey-Fans kamen im September zum Cupspiel zwischen dem heimischen EHC Bülach und den grossen ZSC Lions. Der Anlass verlief ohne Zwischenfälle, auch dank einem Grossaufgebot der Polizei. Bild: Archiv

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In Bülach fanden im vergangenen Jahr 70 Veranstaltungen mit insgesamt rund 150000 Besucherinnen und Besuchern statt. Zu den Top-Events zählten das Trauffer-Konzert in der Stadthalle, das Public Viewing mit der WM-Lounge im Stadtpark Lindenhof sowie das dreitägige Thai Food & Culture Festival. Ebenfalls sehr beliebt sei das Nachtcafé, das jeweils in den Sommermonaten in Bülachs Zentrum stattfindet, heisst es im Geschäftsbericht der Stadt, der seit Donnerstag vorliegt.

Das 50-seitige Dokument berichtet über die Tätigkeit des Gemeinderats, des Stadtrats und der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr. Bilder illustrieren den Rückblick, Grafiken und Tabellen vermitteln Zahlen und Fakten.

Mehr Verkehrsunfälle und ein grosser Brand

Das grösste Ereignis, bei dem die Stadtpolizei Bülach im Einsatz gestanden ist, war nicht etwa ein Mord oder ein Verkehrsunfall, sondern das Cupspiel zwischen dem EHC Bülach und den ZSC Lions im vergangenen September. In enger Zusammenarbeit mit dem EHC Bülach galt es, die Zuschauerkapazität der Eishalle festzulegen und diverse Fragen zu Sicherheit und zum Verkehr zu klären. Letztlich kamen über 2000 Zuschauerinnen und Zuschauer zum Spiel in der Hirslen. Dabei stand fast die ganze Stadtpolizei Bülach gemeinsam mit der Kantonspolizei im Einsatz. Die ZSC Lions gewannen das Spiel nur knapp mit 2:3. Die Stimmung unter den Fans war hervorragend. Der Anlass verlief ohne Zwischenfälle.

Die Stadtpolizei stand 2018 bei 328 Verkehrsunfällen im Einsatz. Im Vorjahr waren es lediglich deren 260. Dazu kommen 113 Einsätze wegen häuslicher Gewalt und 77 bei denen eine Gefahr für Leib und Leben bestand (unter anderem Körperverletzung, Tätlichkeiten und Suizid).

70 Feuerwehrleute und total 17 Fahrzeuge: Beim Hausbrand in Eschenmosen im August kam es zu einem Grosseinsatz der Rettungskräfte. Es entstand ein Schaden von mehreren hunderttausend Franken. Die Bülacher Feuerwehr leistete im vergangenen Jahr gesamthaft 156 Einsätze, was einer Zunahme von 2 Prozent entspricht. Der Aufwand betrug 2339 Einsatzstunden, das sind umgerechnet fast 100 Tage. Dazu wurden 6280 Ausbildungs- und Übungsstunden generiert. Von total 85 Angehörigen der Feuerwehr sind 74 Männer und 11 Frauen.

Mehr als ein Viertel der Einwohner sind Ausländer

Bülach wächst. Die Einwohnerzahl ist im vergangenen Jahr um 566 Personen auf 20301 Einwohnerinnen und Einwohner angestiegen. Der Ausländeranteil ist mit 27,29 Prozent um 0,5 Prozent höher als im Vorjahr. 108 ausländische Staatsangehörige wurden in Bülach eingebürgert. Die meisten davon stammen aus dem Kosovo, dicht gefolgt von Deutschland, Mazedonien und Serbien.

Die Flüchtlings- und Asylkoordination betreute rund 30 anerkannte Flüchtlinge und rund 30 vorläufig aufgenommene Personen. Die Anzahl der betreuten Asylsuchenden ging von 90 Personen Anfang Jahr auf 65 Personen Ende Jahr zurück. Das neue Flüchtlings- und Asylzentrum Müliweg kann wie geplant Ende 2019 bezogen werden. Es bietet Platz für bis zu 180 Personen.

Die Stadt Bülach verzeichnete im vergangenen Jahr 1423 Geburten und 527 Todesfälle. Über die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner sind zwischen 19 und 64 Jahre alt. 3992 sind Kinder und Jugendliche und 929 sind über 80 Jahre alt. Rund 5600 Bülacherinnen und Bülacher sind evangelisch-reformiert, fast gleich viele sind römisch-katholisch. 9500 haben eine andere oder gar keine Religion.

Da das Bevölkerungswachstum schneller voranschreitet als bisher angenommen, hat das auch Auswirkungen auf die Schulen und Kindergärten der Gemeinde. In den vergangenen eineinhalb Jahren übertrafen die Neueintritte an Schülerinnen und Schüler die der Schulraumplanung zugrunde liegenden Prognosen bei weitem. Alleine im Zeitraum August 2017 bis Ende November 2018 sind 72 neue Schülerinnen und Schüler dazugekommen. Bis in 20 Jahren wird die Bevölkerung um gut ein Drittel wachsen. Aufgrund der heute zur Verfügung stehenden Grundlagen muss in den nächsten 25 Jahren mit einem Zuwachs von rund 750 Schülerinnen und Schülern gerechnet werden. Das entspricht 30 neuen Primarklassen und sieben Kindergartenabteilungen.

Mehr Kinder werden tagsüber betreut

Im Kindergarten sowie in der Unter- und Mittelstufe zählen die Klassen etwas über 20 Kinder. Sie werden durchschnittlich ewas über 20 Kinder. Sie werden insgesamt 231 Mitarbeitenden unterrichtet. Auffällig ist, dass tagsüber mehr Kinder in der Schule betreut werden als im vergangenen Schuljahr. So besuchten 2017 nur 81 Kinder den Mittagstisch. Derzeit sind es 145. Im laufenden Schuljahr werden zudem 52 Kinder den ganzen Tag hindurch betreut (Vorjahr 35).

Die Bülacherinnen und Bülacher brauchten 210 Liter Wasser pro Tag. Das sind 5 Liter mehr als im Vorjahr und gar 50 Liter mehr als in einer durchschnittlich grossen Badewanne Platz haben. Zudem wurden rund 4000 Tonnen Haus- und Gewerbekehricht, 2200 Tonnen Grüngut und 810 Tonnen Papier entsorgt. 810 Tonnen Papier sind umgerechnet 162 Millionen A4-Blätter.

Die lange Trockenheit im Sommer beschäftigte auch den Forstbetrieb. Die Buchen begannen schon im August ihre Blätter abzuwerfen. Dies ist eine Notmassnahme der Bäume bei Wassermangel. Weit verheerender sind aber die vom Borkenkäfer verursachten Schäden bei den Fichten. Insgesamt mussten etwa 500 Bäume gefällt werden.

Der ganze Geschäftsbericht 2018 kann unter www.buelach.ch heruntergeladen werden.

Erstellt: 10.05.2019, 17:32 Uhr

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