Wallisellen

Den Politpuls der Bevölkerung erfühlen

Wie sieht die künftige Regierungsform von Wallisellen aus? Mit zwei Anlässen wollen die Politische Gemeinde und die Schulgemeinde die Einwohner in den Prozess miteinbeziehen.

Dass die Bevölkerung die politische Zukunft aktiv mitgestaltet, ist das Ziel der beiden Informationsanlässe in diesem Jahr.

Dass die Bevölkerung die politische Zukunft aktiv mitgestaltet, ist das Ziel der beiden Informationsanlässe in diesem Jahr. Bild: all

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

«Mehr Kontrolle oder mehr Vertrauen?», «150 Stimmbürger oder 36 Parlamentarier?». Mit solch markigen Sprüchen wird auf zahlreichen Plakaten in Wallisellen derzeit auf eine Informationsveranstaltung vom kommenden Montag, 26. Juni, hingewiesen. An diesem Abend werden Gemeinderat und Schulpflege als Erstes einen Grundlagenbericht vorstellen. Darin werden die verschiedenen Aspekte der Versammlungs- und Parlamentsgemeinde vorgestellt. Ausserdem wird Politologe Andreas Ladner das Thema Gemeindeversammlungs- oder Parlamentsdemokratie mit einem Blick über die Gemeinde- und Kantonsgrenzen hinaus beleuchten. Erklärtes Ziel der Veranstalter ist es, dass die interessierte Bevölkerung einen Einblick in die künftigen Organisationsmöglichkeiten sowie Antworten auf offene Fragen erhält.Die zweite Veranstaltung ist für den 2. September geplant. Dann sind alle Bevölkerungsgruppen an einen Mitwirkungsanlass eingeladen, an dem gemeinsam die Vorteile und Nachteile der Parlamentsorganisation abzuwägen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zu erarbeiten sind.

Zwei Initiativen als Auslöser

Hintergrund der geplanten Reorganisation sind zwei Vorstösse. Im Sommer 2016 wurden zwei Initiativen eingereicht. Der erste Vorstoss, lanciert von Werner Meier, verlangt die Bildung einer Einheitsgemeinde. So sollten Schulgemeinde und Politische Gemeinde miteinander fusionieren. Diese Form wurde beispielsweise 2006 in Bassersdorf eingeführt. Die zweite Initiative, lanciert von Tobias Hofstetter, beinhaltet neben der Einheits­ge­meinde die zusätzliche Prüfung zur Einführung eines Parlaments. Im Unterland verfügen einzig Bülach, Kloten und Opfikon über ein Stadtparlament (siehe Kasten).

Abgeleitet von der Ausgangslage mit den beiden Initiativen haben Gemeinderat und Schulpflege eine Arbeitsgruppe gegründet. Diese wird gemeinsam von Gemeindepräsident Bernhard Krismer und Schulpräsidentin Anita Bruggmann geleitet und besteht aus je drei Mitgliedern von Schulpflege sowie Gemeinderat und Verwaltung. Als externe Begleiter wirken zudem Peter Schlumpf und Fabian Regenscheit von der Inoversum AG.

Urnengang im März 2018

Ob die eine oder andere Regierungsform die richtige für Wallisellen ist, wird sich am 4. März 2018 weisen. Dann findet eine Grundsatzabstimmung zur zukünftigen Gemeindeorganisation statt. Für Gemeindepräsident Bernhard Krimser haben beide Formen Vor- und Nachteile. «Die Regierungsform ist allerdings nur zweitrangig. Entscheidend sind die Personen», sagt er. Er selbst wird die Umwandlung nicht mittragen, da er 2018 bei den Erneuerungswahlen nicht mehr antritt.

Erstellt: 18.06.2017, 18:34 Uhr

Stadtparlamente

Im Unterland verfügt Kloten (heute 19 021 Einwohner) seit 1970 über ein Parlament. 1974 zogen Bülach (19 503) und Opfikon (19 461) nach. Während Bülachs Parlament nur 28 Mitglieder zählt, besteht der Gemeinderat in Kloten aus 32 Mitgliedern, derjenige in Opfikon sogar aus 36. red

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben