Bachs

Die Stromproduktion per «Live-Ticker» beobachten

Spenden ermöglichten ein Solardach auf dem Bachser Werkhof. Über das Internet kann man die Stromleistung mitverfolgen.

Die Leistung der Solarpanels lässt sich rund um die Uhr beobachten.

Die Leistung der Solarpanels lässt sich rund um die Uhr beobachten. Bild: Archiv

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Wo früher die Drösch-Schür war, steht heute der neue Bachser Werkhof. Seit Mai beherbergt dieser die Gemeindewerke, die Feuerwehr und die Kadaverstelle. Diese werden vollständig mit Solarstrom betrieben, der auf dem Dach des Gebäudes erzeugt wird. Möglich machten es Fans der Solarenergie, die sich zum symbolischen Kauf der 84 Photovoltaik-Panels verpflichteten. Wer nun wissen will, wie viel Strom tatsächlich erzeugt wird, kann dies von zuhause oder sogar unterwegs tun: Seit Ende August verweist die Gemeinde Bachs von ihrer Webseite auf ein Analyse-Tool, welches detaillierte Daten zur Solaranlage liefert.

84 Franken in 9 Tagen

Rund um die Uhr kann nun die Solarstromproduktion verfolgt werden, sogar auf dem Smartphone. In den ersten neun Tagen hat die Anlage bereits rund 710 Kilowattstunden erzeugt, das ergibt einen Ertrag von etwa 85 Franken. Auch die CO2-Ersparnis lässt sich daraus berechnen: Insgesamt über 370 Kilogramm, was einer Autofahrt von rund 2500 Kilometer entspricht. Jährlich sollen rund 20000 Kilowattstunden Solarstrom für den Werkhofs produziert werden. Pläne, auch andere Liegenschaften mit dem Solarstrom zu speisen, gibt es derzeit keine.

Eine solche Software ist für private Solaranlagen gebräuchlich. Dass die Gemeinde die Daten öffentlich macht, ist auf die Finanzierung der Anlage zurückzuführen: «Weil die Solaranlage auf dem Werkhof durch Spenden finanziert wird, wollten wir möglichst transparent gegenüber unseren Gönnerinnen und Gönnern sein», erklärt Gemeindeschreiberin Andrea Jakob.

Mit Spenden finanziert

Über eine Solaranlage auf dem Dach des Werkhofs wurde lange diskutiert. In Bachs brach vor fast drei Jahren ein regelrechter Solar-Boom aus. Als 2017 der Neubau des Werkhofes anvisiert wurde, erhielt der Gemeinderat den Auftrag, eine solche Anlage zu überprüfen. Eine Analyse durch die EKZ ergab jedoch, dass diese nicht rentabel betrieben werden kann. Das Projekt drohte zu versinken, bis sich spendable Bachserinnen und Bachser bereit erklärten, die Kosten mitzutragen.

Der Spendenaufruf erwies sich als Erfolg: Im November verpflichteten sich in Rekordzeit über 60 Interessenten, alle 84 Panels auf dem Dach des Werkhofs für etwa 130 Franken zu erwerben. Die meisten Gönnerinnen und Gönner stammen aus Bachs selbst, aber auch Personen aus den Nachbargemeinden machten mit. Diese wurden auf einer Spendentafel am Werkhof verewigt. Mit den Daten, welche nun erhoben werden, sollen die genauen Spendebeträge berechnet werden. «Unsere Spenderinnen und Spender sollen nur die Mehrkosten decken», sagt Jakob.

Erstellt: 05.09.2019, 15:58 Uhr

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