Opfikon

Denkzettel in Opfikon

Schlappe für die SVP: Bei den Wahlen in Opfikon büsst die Partei drei Sitze im Gemeinderat ein. Und der einzige SVP-Stadtrat ist just der, welcher nicht von seiner Partei unterstützt worden ist. Einstecken musste auch Beatrix Jud: Mit dem schlechtesten Resultat aller Kandidaten wurden sie abgewählt.

Die SVP hat bei den Wahlen in Opfikon Federn lassen müssen.

Die SVP hat bei den Wahlen in Opfikon Federn lassen müssen. Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Für Beatrix Jud (parteilos), die Stadträtin, welche in den letzten Jahren wiederholt für Schlagzeilen gesorgt hatte, hat es am Sonntag nicht gereicht. Bei den Erneuerungswahlen in Opfikon erhielt sie lediglich 148 Stimmen. Kein anderer Kandidat erzielte ein ähnlich schlechtes Ergebnis. Richard Muffler (SVP), der am zweitwenigsten Stimmen der 10 Stadtratkandidaten erhielt, vereinte 502 Stimmen auf sich. Das absolute Mehr von 689 Stimmen verfehlte er damit ebenso wie Parteikollege Tan Birlesik (609 Stimmen).

Resultate der Opfiker Stadtratswahlen / Schulpräsidium (Quelle: Gemeinde Opfikon, Grafik da)

Auch Sven Gretler (SP) verfehlte mit 628 Stimmen den Einzug in die Exekutive.Freuen durfte sich dafür Bruno Maurer (SVP). Nachdem er in den letzten Monaten viel Kritik einstecken musste – auch von seiner Partei, die ihn nicht als Kandidaten unterstützte – schaffte er die Wiederwahl mit 750 Stimmen. Ebenfalls wiedergewählt wurden die bisherigen Stadträte Jörg Mäder (GLP), Paul Remund (FDP), Valentin Perego (FDP) und Marc-André Senti (SP). Den Sitz von Beatrix Jud erobern konnte Heidi Kläusler (EVP).

Noch kein Stadtpräsident gewählt

Noch nicht entschieden ist das Rennen um das Präsidium. Paul Remund verpasste mit 740 Stimmen das absolute Mehr um 32 Stimmen. Herausforderer Bruno Maurer erzielte 365 Stimmen. Mager war bei allen Wahlen die Stimmbeteiligung, sie lag bei gerade mal 21 Prozent.

Resultate der Stadtpräsidiumswahl (Quelle: Gemeinde Opfikon, Grafik da)

Im Gemeinderat war Maurers Partei die grosse Verliererin. Sie büsste drei ihrer bisher elf Sitze ein. Je einen dieser Sitze konnten FDP, SP und EVP erobern. Den letzten Sitz von der SVP erobert hat die EVP. Knapp einen fünften Sitz verpasst hat die CVP. Deren Präsident war abgesehen davon aber glücklich: «Wir sind die einzige CVP-Ortspartei im Kanton Zürich, die es geschafft hat, an diesem Sonntag Wähleranteile dazuzugewinnen, statt zu verlieren», erklärte Präsident Alex Rüegg.

Die Sitzverteilung im Opfiker Gemeinderat (Quelle: Gemeinde Opfikon, Grafik da)

Zudem freute er sich darüber, dass die grossen Parteien SP und SVP nun insgesamt weniger Sitze haben. «Gemeinsam hatten die beiden Polparteien eine Mehrheit im Rat. Und sie haben in den letzten vier Jahren oft zusammengearbeitet.» Mit dieser Mehrheit sei es nun vorbei.

Zweiter Wahlgang auch bei der Schulpflege

Einen zweiten Wahlgang wird es neben dem Stadtratspräsidium auch für den Schulpflegepräsidenten brauchen. Der bisherige Norbert Zeller (CVP) erhielt zwar mit einem Wert von 596 am meisten Stimmen, verpasste aber das absolute Mehr von 687. Seine nächste Verfolgerin ist Silvia Messerschmidt (SVP), die 431 Stimmen erhielt. Nicht mehr wählbar sein wird, Daniel Walder. Er erzielte nur 117 Stimmen. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 15.04.2018, 21:48 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Newsletter

Die Woche in der Region.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!