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Der Ärger mit den Einkaufstouristen

Die Schweizer Schnäppchenjäger sorgen ennet der Grenze immer wieder Mal für negative Schlagzeilen, ob sie sich nun um Parkplätze streiten oder Fleisch entsorgen.

Rund 70 Kilogramm Fleisch warfen die Einkaufstouristen laut der Gemeinde Lottstetten aus dem Auto.
Rund 70 Kilogramm Fleisch warfen die Einkaufstouristen laut der Gemeinde Lottstetten aus dem Auto.
zvg

Ein unschönes Foto macht zurzeit auf den Handys der Bewohner der deutschen Grenzgemeinde Lottstetten die Runde. Ein Spaziergänger entdeckte am Rande der Hauptstrasse, welche zum Grenzübergang Rafz-Solgen führt, kiloweise weggeworfenes Fleisch. Es sieht danach aus, als hätten Schweizer Einkaufstouristen aus Angst vor einer drohenden Kontrolle am Grenzübergang schnell noch überschüssiges Fleisch aus dem Auto geworfen.

Pro Person und Tag dürfen im Reiseverkehr nur ein Kilogramm Fleisch in die Schweiz eingeführt werden. Den Schweizer Zöllnern sind in solchen Fällen, auch wenn sie die Sünder direkt beobachten, die Hände gebunden. «Da sich das Ganze auf deutschem Boden abgespielte, wurden keine Waren eingeführt. Der Vorfall kann vom Schweizer Zoll deshalb nicht verfolgt werden», erklärt Regula Ita, Dienstchefin Abgabenvollzug bei der Grenzwachtregion II. Es handle sich im eigentlichen Sinne um Littering, und dieses müsste, wenn überhaupt, von deutscher Seite geahndet werden.

Das Einkaufstouristen Waren vor der Grenze entsorgen, kommt laut Ita hin und wieder vor. Ein konkreter Fall ist der Grenzwache aus dem vergangen Sommer bekannt. Ob die Aufnahme von damals stammt, lässt sich nicht abschliessend sagen. Das Foto wurde im Juli gemacht.

Abfall illegal entsorgt

Es ist nicht das erste Mal, dass Schweizer ennet dem Rhein negativ auf sich aufmerksam machen. Immer wieder entsorgen Einkaufstouristen bei den Containern vor den Discountern ihren Hausmüll. Ebenfalls im Juli hat die Filialleitung eines Verkaufsgeschäfts in Lottsteten einen Abfallsünder aufgefordert, seinen Müll wieder mitzunehmen. Dieser weigerte sich und wurde aggressiv, so dass schliesslich die Polizei hinzugezogen werden musste.

Der 45-Jährige erhielt einen Platzverweis. Auch um die Parkplätze vor den Discountern wird immer wieder gestritten. Im April 2014 gerieten sich in Waldshut zwei Frauen deswegen in die Haare. Eine 19-Jährige schnappte einer unbekannten Damen den Parkplatz vor der Nase weg. Letztere revanchierte sich, indem sie das Auto der 19-Jähirgen demolierte, als diese beim Einkaufen war.

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