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Der Alltag enthält viel Komik

Das Kabarettduo Weniger Eglit rat mit gesellschaftskritischen und amüsanten Mundartliedern aus ihrem Programm «Irgendwenn» auf.

Die beiden verbindet mehr als nur das Kabarett. Egli (links) und Weniger wohnen nebeneinander.
Die beiden verbindet mehr als nur das Kabarett. Egli (links) und Weniger wohnen nebeneinander.
Sibylle Meier

Was macht die Menschheit, wenn ihre Ressourcen aufgebraucht sind? Kein Problem, besingen Wolfgang Egli und Daniel Weniger in ihrem Lied, Wirtschaftswachstum fasst wieder Tritt, denn «zum Glück wachst üsi Ärde mit . . . und am Schluss wachst sogar en nöie Kontinent». Ihre Texte sind mal bissig, mal ironisch, aber immer geistreich und mit einer grossen Portion Selbstironie. Sie besingen, begleitet von ihren Gitarren, die kleinen und grossen menschlichen Tragödien und Abgründe.So erkennt sich das Publikum im Dielsdorfer Teatro dalla Piazza in Egli wieder, als er die Problematik besingt, die richtige Kasse nach dem Einkauf zu wählen. Kommt nicht Schadenfreude auf, wenn an der Nebenkasse jener, der sich vorgedrängt hat, plötzlich länger warten muss? Was macht es da schon aus, dass man selber vergessen hat, die Bananen zu wägen? Und auch das piepsende «Kuscheltier» in der Mantel­tasche, das gestreichelt wird und zärtliche Worte zu hören bekommt, gehört heute zum Alltag – gemeint ist natürlich das Handy. Und wie steht es um die Ehrlichkeit – auch schon mal Ausnahmen gemacht? Auch das ist gemäss Weniger Egli kein Problem, denn «ab und zue es Spürli Schliim isch absolut legitiim».

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