Flughafen

Der Flughafen Zürich spricht mehr Hausverbote aus

Der Flughafen hat im letzten Jahr mehr Hausverbote ausgesprochen und liess diese auch polizeilich durchsetzten. Für Probleme sorgen aber nicht die Flugpassagiere, sondern Jugendliche und Obdachlose, die sich am Flughafen aufhalten.

«Draussen bleiben» heisst es für immer mehr Leute am Zürcher Flughafen, wenn sie gegen die Hausordnung verstossen.

«Draussen bleiben» heisst es für immer mehr Leute am Zürcher Flughafen, wenn sie gegen die Hausordnung verstossen. Bild: Archiv ZU

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Die Zahl in der polizeilichen Kriminalstatistik lässt aufhorchen: Im Bezirk Bülach hat das Delikt des Hausfriedensbruchs im letzten Jahr um über 40 Prozent zugenommen. Insgesamt ereigneten sich in diesem Zeitraum 181 Fälle.

Laut der Kantonspolizei sind knapp 80 Prozent der Zunahme bei den Hausfriedensbrüchen auf Fälle am Flughafen zurückzuführen. Konkret geht es um die Missachtung erteilter Hausverbote.Raffaela Stelzer, Mediensprecherin der Flughafen Zürich AG, bestätig: «Missachtungen von ausgesprochenen Hausverboten wurden vom Flughafen im letzten Jahr vermehrt zur Anzeige gebracht.» Zudem käme es immer häufiger vor, dass der Flughafen ein Hausverbot aussprechen müsse.

Viele Sachbeschädigungen

Ein solches wird ausgesprochen, wenn jemand wiederholt gegen die Hausordnung verstösst. «Häufig geht es um Sachbeschädigungen oder unangebrachtes Verhalten gegenüber anderen Besuchern und Passagieren», erklärt Stelzer. Betroffen seien nicht ausschliesslich Obdachlose. Diese würden, sofern sie sich an die Hausordnung des Flughafens halten, in den Gebäuden geduldet.

Probleme machen teilweise Jugendliche, welche am Flughafen ihre Freizeit verbringen. «Auch das ist eine Gruppe, gegen die wir Hausverbote aussprechen müssen», bestätigt Stelzer. Reisende und Passagiere seien davon weniger betroffen.

Gemäss der Hausordnung stehen die Anlagen des Flughafens im Rahmen der Öffnungszeiten jedermann zur normalen, bestimmungsgemässen Benützung zur Verfügung. Personen, welche die Ordnung stören, die andere Benutzer belästigen oder deren Verhalten Anlass zur Beschwerde gibt, können von den zuständigen Personen aus dem Gebäude gewiesen werden.

Als unzulässiges Verhalten zählen insbesondere das Sitzen und Liegen auf Verkehrsflächen, Treppen und Zugängen, das laute Abspielen von Musik, Betteln und Hausieren und das Durchsuchen von Abfallbehältern.

Alkohol nur im Restaurant

Der Konsum von Alkohol ist zudem nur innerhalb der Restaurants erlaubt. Nicht willkommen sind am Flughafen ausserdem Kickboards, Inline Skates oder Skateboards. Hunde dürfen nur in die Hallen des Airports, wenn sie an der Leine gehalten werden.

Das Treiben von Schabernack mit den Gepäckwagen verstösst ebenfalls gegen die Regeln des Airports. So ist es verboten, diese für andere Zwecke als den Transport von Gepäckstücken zu verwenden. Aus Sicherheitsgründen wird das gesamte Areal videoüberwacht.

Ein Hausverbot erteilt der Flughafen aber erst bei wiederholter Missachtung dieser Regeln. Wenn danach jemand gegen das Hausverbot verstösst, gilt das als Hausfriedensbruch und kann bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden.

Erstellt: 28.03.2017, 17:01 Uhr

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