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Der gemeinsame Richtplan dauert noch

Oberglatt, Niederhasli und Niederglatt planen ihre Entwicklung gemeinsam. Für die Industrie von Niederhasli braucht die Planung jetzt mehr Zeit. Der Kanton verlängert daher die Planungszone um zwei Jahre.

Die Industriezone Niederhasli.
Die Industriezone Niederhasli.
Screenshot Google Maps

Wo der Kanton Zürich eine so genannte Planungszone verhängt, da untersagt er für eine bestimmte Zeit weitere Bauten und Baubewilligungen. Er will einen zeitlichen Spielraum für die Planung des betroffenen Gebiets sicherstellen. Genau das hatte Zürich im Februar 2015 bei den zusammenhängenden Industriezonen Farn und Tanklager Fervlig/Egelsee in Niederhasli (auf dem Plan blau eingefärbt) gemacht – auf Antrag des dortigen Gemeinderats. Die Planungszone war auf drei Jahre befristet.

Am Freitag nun hat die Regierung von Niederhasli mitgeteilt, dass sie, wiederum auf Antrag des Gemeinderats, um weitere zwei Jahre verlängert worden ist, also bis im Februar 2020.

Im Kontext von «ONN»

Die Planungssicherheiten sind für die Umsetzung eines anderen Papiers nötig, nämlich der ebenfalls 2015 lancierten, gemeindeübergreifende «Entwicklungsstrategie ONN» (für Oberglatt, Niederglatt, Niederhasli). Von dieser gemeinsam mit dem Kanton und der Planungsgruppe Zürcher Unterland entwickelten Strategie, ist gemäss Behörde bereits im Frühjahr 2017 eine erste Planungsrunde abgeschlossen worden.

Damals hat man einen «handlungsorientierten Masterplan» gutgeheissen. Damit wiederum ist die finale Erarbeitung dessen lanciert, was am Ende der gesamten Arbeit auf dem Tisch liegen soll: Ein «gemeinsamer kommunaler Richtplan», der dann behördenverbindlich festgesetzt wird. Das gemeinsame Gemeindegebiet der Dörfer umfasst heute mehr als 21 000 Einwohner.

Zu den formulierten Zielen gehören etwa stärkere Zentrumsfunktionen für die drei Bahnhöfe oder der Ausbau der Fuss- und Wanderwegnetze. Was das Industriegebiet angeht, so gehört dieses mit zum überkommunal gesetzten Ziel, das verhältnismässig grosse Arbeitsplatzgebiet gemeinsam besser bewirtschafen zu können.

Die Verlängerung der Planungszone im Industriegebiet sei nötig geworden, weil der «komplexe Prozess» der Ausarbeitung der behördenverbindlichen Richtplanung letztlich noch eine «gewisse Zeit in Anspruch nehmen» werde, heisst es in der Mitteilung. Das letzte Wort zum gemeinsamen Richtplan werden die Stimmbürger haben. Noch 2017 hatte der Kanton das Jahr 2019 als Datum für die entsprechenden Gemeindeversammlungen genannt.

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