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Die Basketballer wollen auch in der neuen Sporthalle trainieren

Die 16,5 Millionen Franken teuere Sporthalle Hirslen steht abends exklusiv dem Handball und dem Unihockey zur Verfügung. Dagegen wehrt sich jetzt der örtliche Basketballverein mit einer Petition im Internet.

Die Sporthalle Hirslen wäre zwar für Basketballspiele ausgerüstet. Dem örtlichen Verein wurden aber keine Trainingszeiten eingeräumt. Mit einer Petition im Internet wollen die Basketballer das nun ändern.
Die Sporthalle Hirslen wäre zwar für Basketballspiele ausgerüstet. Dem örtlichen Verein wurden aber keine Trainingszeiten eingeräumt. Mit einer Petition im Internet wollen die Basketballer das nun ändern.
Archiv ZU

Die Bülacher Korbjäger sind enttäuscht. So darf ihr Verein Basketball Zürcher Unterland (BBZU) nicht in der neuen Dreifachhalle Hirslen trainieren. Ein Blick auf den Belegungsplan der 16,5 Millionen Franken teuren Halle offenbart: Abends steht diese ab 18 Uhr exklusiv den Handballern und den Unihockeyanern zur Verfügung. «Das ist einfach nicht fair», findet Korkut Tekerlek, der Gründer des BBZU.

Im Internet hat er deshalb eine Petition lanciert. Diese verlangt, dass auch den Basketballern Trainingszeiten in der neuen Halle eingeräumt werden. Über 200 Unterstützer konnte die Petition bis gestern auf sich vereinen, rund 90 der Teilnehmer sind in Bülach ansässig. «Im Vorfeld der Abstimmung wurde immer davon gesprochen, die Halle werde für die Bevölkerung und für die Vereine gebaut», sagt Tekerlek. So sei auch der Basketballverein davon ausgegangen, dereinst in der Halle trainieren zu können und Meisterschaftsspiele auszutragen.

Bedürfnisse abgeklärt

«Vor zwei Jahren gab es seitens der Stadt eine Bedürfnisabklärung und wir wurden angefragt, welche Infrastruktur wir in der Halle benötigen», erinnert sich Tekerlek. Danach habe man nichts mehr gehört. Gespräche mit dem Handball- und dem Floorball-Club sowie der Stadt Bülach hätten nun aber gezeigt, dass der BBZU in der Hirslen nicht erwünscht sei.

Dabei wären die Basketballer schon mit wenig zufrieden. «Wenn die erste Mannschaft an ein bis zwei Abenden für zwei Stunden trainieren könnte, wäre das schon sehr viel für uns», so Tekerlek.

Zurzeit trainieren und spielen die Basketballer des BBZU in den Hallen Schwerzgrueb und Hohfuri. Die Bedingungen für die Basketballer sind dort aber alles andere als optimal. «Hinter den Körben und neben dem Spielfeld gibt es viel zu wenig Platz, was für Spieler und Zuschauer sehr gefährlich ist», erklärt Tekerlek. Ihm geht es aber vor allem ums Prinzip: «Es ist dem Steuerzahler gegenüber nicht fair, wenn die Halle nun zwei Vereinen exklusiv zur Verfügung steht.»

Mitwirkung abgelehnt

Der zuständige Stadtrat Jürg Hintermeister zeichnet ein anderes Bild. So seien alle Vereine, auch der BBZU, von Anfang an dazu eingeladen gewesen, bei der Planung der Halle mitzuwirken. «Der Basketballverein war allerdings nicht daran interessiert», so der Stadtrat. Dennoch hätte es später noch fünf Gespräche mit dem Verein gewesen. «Wir haben ihnen verschiedene Trainingszeiten angeboten. Die passten ihnen allerdings nicht», sagt Hintermeister.

«Niemand hörte uns zu»

Tekerlek widerspricht dieser Darstellung. «Uns wollte nie jemand zuhören oder helfen», kritisiert er. Sein Verein wolle die Halle doch niemandem wegnehmen und er verstehe auch, dass die Halle das «Baby» der Handballer und Unihockeyaner sei. «Am Ende wurde die Halle aber mit Steuergeldern finanziert und deshalb sollten auch alle profitieren können.»

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