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Die besten Unterländer Unihockey-Clubs planen Fusion

Die Kloten-Bülach Jets und der UHC Dietlikon wollen sich zusammenschliessen. Die Vereinsvorstände der beiden NLA-Unihockeyorganisationen sieht in einer Fusion die besten Chancen für eine erfolgreiche Zukunft.

Die Spielerinnen des UHC Dietlikon stemmen den Schweizer Meister Pokal in die Höhe (22. April 2017).
Die Spielerinnen des UHC Dietlikon stemmen den Schweizer Meister Pokal in die Höhe (22. April 2017).
Keystone

Gemäss Angaben der beiden Vereins-Präsidenten, Andi Rebsamen von Dietlikon und Rolf Nussbaumer von Kloten, sollen vor allem Synergien in der Administration, Organisation und Vorstandsarbeit genutzt werden. "Für die Mitglieder in beiden bisherigen Vereinen ändert sich nicht viel", beteuern beide. Und die Juniorinnen und Junioren würden auch weiterhin an ihren angestammten Orten trainieren und spielen. Vorteile entstünden vor allem bei der Vermarktung und im Meisterschaftsbetrieb der beiden NLA-Teams, die als Aushängeschilder ihrer Organisationen fungieren. Denn in Kloten wird derzeit eine neue Grossporthalle im Gebiet Stighag neben der bestehenden Fussballanlage geplant.

Diese private Halle würde denn auch beste Voraussetzungen für gemeinsame NLA-Spieltage in einer eigenen Infrastruktur bieten. Vor allem für den UHC Dietlikon, der vor allem auf die Frauenabteilung gesetzt hat, ist das ein wichtiges Argument. Denn die amtierenden Schweizermeisterinnnen aus dem Glattal können mangels einer tauglichen Halle ihren Titel gar nicht Zuhause in der angestammten Hüenerweid-Halle verteidigen. Diese ist eigentlich zu klein und darf nur mit Ausnahmebewilligungen für Meisterschaftsspiel genutzt werden.

Fusion naheliegend

Schon seit Jahren macht der Verband hier druck und fordert eine konforme Halle. Deswegen mussten die Dietlikerinnen auch schon nach Zürich in die Hardau ausweichen, was sich allerdings nicht bewährt hatte. Eine Annäherung an GC-Unihockey oder gar eine Fusion sei keine reale Option: "Da hätten wir unsere Identität ganz verloren".

Eine mögliche Fusion mit den Unterländer Nachbarn sei daher viel naheliegender und logischer. "Kloten ist in dieser Hinsicht viel besser für uns", sagt Dietlikon-Präsident Rebsamen und fügt an, "da ist ja nur ein Wald dazwischen". Zugleich betont er, dass auf Juniorenstufe keine Mädchen künftig nach Kloten ins Training geschickt würden. "Wir werden keine einzige Trainingsstunde aus Dietlikon wegverschieben. Wir sind ja weiterhin auf diese Kapazitäten angewiesen."

«Kloten ist in dieser Hinsicht viel besser für uns, da ist ja nur ein Wald dazwischen.»

Andi Rebsamen, Präsident UHC Dietlikon

Über mögliche Kooperationen und Fusionen habe man schon früher nachgedacht, gibt Rebsamen ohne Umschweife zu verstehen. In der Vergangenheit waren solche Gespräche aber nie so weit vorangetrieben worden, wie jetzt. Der Grundsatzentscheid, dass man nun alles für eine Fusion aufgleisen will ist am Mittwoch gefallen. In einer gemeinsamen Sitzung haben sich die Vorstände des UHC Dietlikon sowie der Kloten-Bülach Jets darüber geeinigt, dass sie den Weg in die Zukunft gemeinsam beschreiten wollen. Die beiden Vereine mit zusammen gegen 500 Mitgliedern möchten in Zukunft die Synergien am möglichst optimalsten nutzen, betonen die Verantwortlichen in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

Das letzte Wort werden die Aktiven beider Clubs haben. So sind auf den 5. Februar 2018 in Kloten und Dietlikon zeitgleich ausserordentliche Generalversammlungen anberaumt worden. An beiden Orten wird sodann über den nun vorgelegten Vorschlag zur Fusion abgestimmt werden.

Beide Vereine haben in den vergangenen Jahren beste sportliche Leistungen gezeigt und haben je eine Mannschaft in der höchsten Schweizer Spielklasse. Die Kloten-Bülach Jets sind ein reiner Herrenverein und der UHC Dietlikon hat sich auf Damen-Unihockey spezialisiert. Nebst mehreren Schweizer Meistertiteln konnte Dietlikon grösste Erfolge feiern, als die Glattalerinnen zweimal den Europacup - quasi die Champions-League der Unihockeys - gewinnen konnte.

Der gemeinsame neue Verein soll unter dem Namen "UHC Kloten-Dietlikon Jets" auftreten, heisst es weiter. Erklärtes Ziel sei es, im Zürcher Unterland der führende Unihockey-Verein zu werden, sowohl im Spitzen- wie auch im Breitensport. Die Vereinsführung von Kloten und auch von Dietlikon ist überzeugt, dass der Weg in die Unihockey-Zukunft gemeinsam erfolgen soll, weil er so besser und erfolgreicher zu meistern ist.

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