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Die Eglisauer arbeiten an der Verschönerung ihrer Altstadt

Das Städtli von Eglisau soll neu gestaltet werden. Der Gemeinderat lässt derzeit die Bevölkerung in Workshops mitbestimmen, wie ihr Zentrum aussehen soll. Ein zentraler Diskussionspunkt ist die Aufhebung von Parkplätzen.

Wie stark die Veränderungen in der Altstadt von Eglisau sein werden, ist noch nicht klar. In einem dritten Workshop wird die Bevölkerung Themen konkretisieren und die Ergebnisse der Diskussionen dem Gemeinderat mitteilen. Dieser kümmert sich um die Planung der Umgestaltung.
Wie stark die Veränderungen in der Altstadt von Eglisau sein werden, ist noch nicht klar. In einem dritten Workshop wird die Bevölkerung Themen konkretisieren und die Ergebnisse der Diskussionen dem Gemeinderat mitteilen. Dieser kümmert sich um die Planung der Umgestaltung.
Francisco Carrascosa

Der Gemeinderat hatte die Eglisauer Bevölkerung aufgerufen, in Workshops Ideen für die Neugestaltung ihrer Altstadt einzubringen. 50 Eglisauer, die am 14. Februar die zweite Diskussionsrunde hinter sich gebracht haben, sind folgenden Fragen auf den Grund gegangen: Wie sollen das historische Städtchen und der Törliplatz gestaltet werden? Wo soll verweilt, flaniert, eingekauft, parkiert werden? Wo muss dem Autoverkehr Platz eingeräumt werden? Welche gestalterischen Elemente wie Möblierungen, Bepflanzungen und Oberflächen sollen zum Einsatz kommen?

Laut dem Gemeindeschreiber Martin Hermann, der die Ergebnisse des Workshops für den ZU ausgewertet hat, sind sich die Teilnehmer einig: Das Städtli übernimmt für Gemeinde und Region wichtige Funktionen. Es bildet den Kern des Gemeindelebens und dient als sozialer Treff- und Freizeitraum. Ausserdem beheimatet es Arbeitsplätze und ist Anziehungspunkt für Gäste.

Drei neue Parkplatzstandorte stehen zur Diskussion

Hermann bezeichnet die Parkplätze als zentrale Herausforderung. Die Arbeitsgruppe Nutzung sei sich einig, dass möglichst viele Parkplätze von den öffentlichen Plätzen verschwinden sollen, um dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben mehr Raum zu geben. Dies bedinge aber, dass an anderen Orten neue Parkiermöglichkeiten geschaffen werden.

Hermann nennt den Viehmarkt, den südlichen Brückenkopf sowie den Stadtgraben als mögliche neue Standorte. An diesen Stellen soll die Machbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft werden. Bei allen Standortvarianten stelle sich der Gemeinderat beim Bau und der Bewirtschaftung auf eine Partnerschaft mit Privaten ein.

Die Workshopteilnehmer präferieren die Aufhebung von Parkplätzen an der unteren Rheinstrasse. «Dort könnten in Zukunft Veranstaltungen durchgeführt werden, die Strasse würde zum Verweilen einladen, und Restaurants könnten draussen Tische aufstellen», sagt Hermann. Auch aus ästhetischen Gründen mache das Aufheben von Parkplätzen in der Altstadt Sinn.

Beim Thema Parkieren seien sich die Teilnehmer punktuell uneinig. Einerseits hätten die Parkplätze für manche Ladenbesitzer und Einwohner eine grosse Bedeutung, andererseits störe aber auch der ständige «Suchverkehr». Zentral ist die Frage der Parkplätze zudem, weil sie einen grossen Einfluss auf die übrige Gestaltung hat.

Zur Diskussion steht auch die Umsetzung einer Begegnungs- oder eine Fussgängerzone in der Altstadt – beide Varianten haben Befürworter und Gegner. Für Hermann ist klar: «Im Städtli müssen wir mit einer Kompromisslösung leben.»

Die zweite Gruppe des Workshops, die sich um das Thema Gestaltung kümmert, verfolgt den Grundsatz «Weniger ist mehr». Das Städtli soll offen und charaktervoll daherkommen und einen offenen, hellen und grosszügigen Eindruck hinterlassen, findet sie.

Das Projekt wird in Etappen realisiert

Am 8. März findet ein dritter Workshop statt, an dem die Teilnehmer die Themen weiter vertiefen und konkretisieren werden. Die Ergebnisse teilen sie dem Gemeinderat mit. Dieser arbeitet daraufhin mit Planern ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für das Städtli aus – diese soll als Leitlinie für alle zukünftigen Infrastrukturprojekte im Städtli dienen.

Danach entscheiden die Eglisauer an einer Gemeindeversammlung oder an der Urne über die Gestaltung ihrer Altstadt. Einen Termin kann Hermann noch nicht nennen. Klar ist aber, dass die Umgestaltung in Etappen durchgeführt wird. So sollen die Arbeiten zum Beispiel mit nötigen Sanierungen von Werkleitungen am entsprechenden Standort koordiniert werden.

Die Kosten für das Projekt hatte der Gemeinderat bei einer Informationsveranstaltung vor einem Jahr mit einer Million Franken beziffert. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor.

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