Bülach

Die Eisbären liegen flach

Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen: Über der Hälfte der Spieler der ersten Mannschaft des EHC Bülach geht es mies. Das Vorbereitungsspiel gegen Basel musste das Team kurzfristig absagen.

Die Bülacher Spieler hoffen, ihren Gegnern bald wieder gesund und fit gegenüberzustehen – so wie im vergangenen September beim Cupspiel gegen die ZSC-Lions.

Die Bülacher Spieler hoffen, ihren Gegnern bald wieder gesund und fit gegenüberzustehen – so wie im vergangenen September beim Cupspiel gegen die ZSC-Lions. Bild: Paco Carrascosa

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Die erste Mannschaft des EHC Bülach steckt mitten in den Saisonvorbereitungen. Doch seit dem Wochenende ist mindestens 14 der 25 Kaderspieler überhaupt nicht mehr nach Hockey spielen zumute. Sie werden von Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber und Erbrechen und Durchfall geplagt. «Am Montag ging es los», sagt Jean-Michel Thomet, TK-Chef und Medienverantwortlicher des EHC Bülach.

Tags zuvor waren die Sportler aus dem Trainingslager heimgekehrt. Vier Tage hatten sie sich im solothurnischen Zuchwil intensiv auf die kommende Saison in der Mysports League vorbereitet. «Während dieser Zeit hat die Mannschaft auch in verschiedenen Restaurants gegessen», sagt Thomet. Er glaubt aber nicht, dass dies der Auslöser der Erkrankung war. «Wir hatten einen Spieler dabei, dem es bereits im Lager nicht so gut ging. Gut möglich, dass sich die anderen in der Garderobe angesteckt haben.»

Einer der Spieler musste ins Spital

Die 20- bis 28-Jährigen hat es ganz unterschiedlich erwischt. Während einige lediglich über Bauchschmerzen und Unwohlsein klagten, musste sich ein Spieler gar in Spitalpflege begeben. Am Dienstag war das Team derart dezimiert, dass man Vorbereitungsspiel in Basel, welches gleichentags auf 20.15 Uhr angesetzt war, kurzfristig absagen musste.

Einen solchen Entscheid fälle man nicht leichtfertig, sagt Thomet. Das Spiel war fix in den Trainingsplan eingebaut. «Zudem kommt bei einer solchen Absage eine ganze Maschinerie ins Laufen.» So mussten die Verbandsschiedsrichter, die eigens für das Spiel angereist wären, abbestellt werden. Basel musste seine Fans und Zuschauer auf der Mannschaftswebsite und über soziale Medien informieren.

Trotz dieser Umstände habe der Gastgeber sehr fair reagiert und den Bülacher Kollegen gute Besserung gewünscht. Die gesunden Spieler durch Zuzüge zu verstärken, war auch keine Lösung. «Die Klotener Spieler, die uns hätten unterstützen können, waren an einem Turnier in Mannheim.»

Gesund werden und nach vorne blicken

Für die Junioren aus den eigenen Reihen wäre der Gegner wohl eine Nummer zu gross gewesen: «Das hätte ziemlich sicher eine zweistellige Niederlage abgesetzt.» Noch bleibt der ersten Mannschaft des EHC Bülach ein Monat bis zum Beginn der Meisterschaft. «Eine solche Geschichte wirft einen natürlich schon etwas zurück», sagt Thomet. Die Spieler müssten sich nun erst einmal vollständig erholen. Für jene, die es nicht erwischt hat, stünden derzeit individuelle Trainings auf dem Programm. «Wir hoffen aber, dass bis Ende Woche das Gröbste überstanden ist.»

Ganz verhindern könne man eine solche Mannschafts-Epidemie wohl nicht, mutmasst Thomet. Zur Prävention trinken die Spieler schon seit längerem nicht mehr direkt aus ihren Plastikbidons, sondern spritzen sich das Getränk direkt in den Mund: «Doch in der Garderobe ist man halt schon auf engem Raum beisammen.». Und die momentane Wärme trage das ihrige zu Ausbreitung bei.

Erstellt: 21.08.2019, 17:27 Uhr

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