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Die Erde stellt den Mond in den Schatten

Bülach/Rümlang Halbmond sind wir uns gewohnt. Halbe Sachen macht der Mond aber auch bei den selteneren Finsternissen. Eine solche steht am Freitag bevor.

Ungefähr so wie am 25. April 2013 wird die Halbschattenmondfinsternis am nächsten Freitag aussehen.
Ungefähr so wie am 25. April 2013 wird die Halbschattenmondfinsternis am nächsten Freitag aussehen.
Thomas Baer

Sonnen- oder Mondfinsternisse kommen nur bei Leer- oder Vollmond zustande. Sonnenfinsternisse immer bei Leermond, Mondfinsternisse bei Vollmond. Letzteres klingt zwar verkehrt, leuchtet aber bei näherem Hinsehen ein. Nur wenn der Mond von der Erde aus gesehen genau gegenüber der Sonne steht, erscheint er uns voll beleuchtet. In dieser Stellung gerät er aber in die Nähe des Erdschattens. Etwa alle sechs Monate streift der Vollmond den Schatten der Erde oder taucht teilweise oder ganz in diesen ein.

Leichte Abdunkelung

Astronomen unterscheiden zwischen Kernschatten und Halbschatten. Je nachdem wie nahe der Mond bei seinem Durchgang an die Mittenachse des Erdschattens heran rückt, kann es zu einer Halbschatten-, einer teilweisen Kernschatten- oder wie im September letzten Jahres zu einer totalen Mondfinsternis kommen.

Nicht jede Mondfinsternis kann von unserem Land aus beobachtet werden, und nicht jede Finsternisart ist gleich spektakulär. Oft finden sie zu Uhrzeiten statt, wenn der Mond von unseren Regionen aus nicht sichtbar ist. Dann kommen andere Erdteile in den Genuss des Spektakels. Ausserdem sind Halbschattenfinsternisse überhaupt nur dann bemerkbar, wenn die Eindringtiefe des Erdtrabanten in den Halbschatten unseres Heimatplaneten sehr gross ist.

Am Freitag, 16. September ereignet sich eine solche mit einer Eindringtiefe von 93,3 Prozent des scheinbaren Monddurchmessers, die für eine schwache Verdüsterung des Mondrandes oben links sorgen wird. Der maximale Verfinsterungsgrad wird um 20.54 Uhr erreicht sein.

Sternwarten öffnen

Das Spektakel wird nicht an die wunderschöne Erscheinung der letztjährigen totalen Mondfinsternis heran reichen, ist aber trotzdem reizvoll zu beobachten. Die Sternwarte Rümlang führt deshalb bei günstiger Witterung eine Sonderveranstaltung für die Beobachtung der Halbschattenfinsternis am Freitag, 16. Septemberum 20 Uhr für das Publikum durch.

Im Rahmen ihres regulären Beobachtungsabends wird die Sternwarte Bülach ihre Fernrohre ebenfalls auf den von Dunkelheit angehauchten Vollmond richten. Beide Zürcher Unterländer Beobachtungsstationen werden ihr Programm um viele weitere Beobachtungsziele bereichern. So bieten sich immer noch die Planeten Mars und Saturn an, gezeigt werden aber auch einige lohnende Objekte jenseits unseres Sonnensystems in den Tiefen des Alls.

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