Kloten

Die kleinen Firmen lernen von den Grossen

Expansionen ins Ausland, Fusionen und neue Geschäftsmodelle: An der Arbeitgebertagung wurde über die Zukunft der Unternehmen aus dem Unterland diskutiert. Für das Jahr 2019 werden gute Prognosen gemacht.

2015 fusionierte die Rümlanger Kaba Holding AG mit der deutschen Firma Dorma und konnte sich schnell als eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Schloss- und Türsysteme etablieren.

2015 fusionierte die Rümlanger Kaba Holding AG mit der deutschen Firma Dorma und konnte sich schnell als eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Schloss- und Türsysteme etablieren. Bild: Dormakaba

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An der Herbstversammlung blickte die Arbeitgebervereinigung des Zürcher Unterlandes (AZU) auf ein bisher erfolgreiches Jahr zurück. Präsident Heinz Eberhard betonte die Notwendigkeit dieser Vereinigung, da sie ein starkes Netz zwischen den Arbeitgebern der Region bilde und den Austausch von Wissen ermögliche.In der traditionellen Herbstumfrage liessen die Mitglieder der AZU verlauten, dass trotz Fachkräftemangel und der Wechselkursproblematik gute Zahlen geschrieben wurden.

Mit Optimismus schaute man auch 2019 entgegen. «Nächstes Jahr sollte gleich gut, wenn nicht sogar besser werden», sagt Eberhard. Eine Herausforderung sieht er jedoch in den stagnierenden Margen. Obwohl die Umsätze steigen, müssten die Firmen mehr leisten. Deshalb will man auch die AZU in Zukunft neu positionieren um die Mitgliederunternehmen zu unterstützen.

Beispiel Dormakaba

Unter dem Zeichen Globale Expansion wurden am Anlass mögliche Ansätze zu einem Ausbau in neue Märkte präsentiert. Am Beispiel der Dormakaba AG stellte Geschäftsführer Stefan Ammann das Erfolgsmodell dar. 2015 fusionierte die Rümlanger Kaba Holding AG mit der deutschen Firma Dorma und konnte sich schnell als eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Schloss- und Türsysteme etablieren. Die Kombination von bestehenden Produktegruppen ermöglichte es, vollumfängliche integrierte Systeme anzubieten.

Was aber können kleine und mittleren Unternehmen von einer Firma mit einem jährlichen Umsatz von 2.8 Milliarden Franken lernen? Obwohl die Dimensionen ganz andere sind, zeige sich am Beispiel der Dormakaba wie das Kerngeschäft erweitert und verbessert werden könne. «Durch die Konsolidierung der grossen Firmen gehen viele neue Nischen auf», erklärt Ammann.

Die steigende Komplexität von Türsystemen und den Anforderungen der Kunden habe zur Folge, dass auch neue Chancen für Startups entstehen. Ammann nannte dazu ein Beispie: Für das Toni-Areal konzipierte die Dormakaba ein System, welches über Sensoren die aktuelle Wetterlage und den Benutzungsgrad von elektronischen Türen ermittelt. So können dann effektiv Putzkräfte eingesetzt werden. Da solche Anwendungen ausserhalb der Produktpalette der Dormakaba liegen, würde man mit kleinen lokalen Unternehmen arbeiten.

Eine solche Nische konnte auch das Zürcher Pharmaunternehmen Medinova besetzen. Mit einem Sortiment aus gynäkologischen und hauttherapeutischen Produkten war das Unternehmen in der Schweiz bereits vertreten. Als die Medinova 2004 in das Handelsunternehmen DKSH integriert wurde, konnte sie nach Asien expandieren.

Expandieren dank Netzwerk

Laut Managing Director Frank Buennig habe man, gestützt durch das Netzwerk der DKSH, Kontakte in verschiedenen Ländern knüpfen können und die Produkte auf die entsprechenden Märkte abstimmen können. Heute vertreibt die Medinova ihre Produkte in 58 Ländern. 40 neue Märkte sollen dazukommen. Dies sei nur möglich geworden, indem man sich auf das Kerngeschäft konzentriert habe. Neben Lizenzeinkäufen in ihrer bestehenden Produktsparte, führt die Medinova so auch medizinische Studien durch, auf die sie sich bei der Vermarktung stützen kann. «Das wichtigste an einem Unternehmen ist der Fokus», hält Buennig fest. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 16.11.2018, 16:56 Uhr

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