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Die Mittelalterstadt zeigt die schöne Seite des Mittelalters

Zu einem mittelalterlichen Städtchen passt ein Mittelalterfest sehr gut. Am Wochenende war dies in Kaiserstuhl der Fall: Durch die von Marktständen gesäumten Strassen flanierten Ritter und Burgfräuleins – und viele Schaulustige..

Musikalische Unterhaltung im Mittelalter-Stil (Handyvideo: Cyprian Schnoz)

Das Kaiserstuhler Mittelalterfest, das am Wochenende zum vierten Mal durchgeführt wurde, ist übersichtlich und daher sehr familiär. Für ganze Heerscharen bleibt denn auch in der flächenmässig kleinsten Stadt der Schweiz kein Platz. Dennoch zeigte sich die «Stadtbevölkerung» an diesem Samstag und Sonntag sehr wehrhaft, stiess man doch alle paar Meter auf Ritter, die ihr Schwert stets griffbereit hatten.

Die mit Kopfsteinen gepflasterten auf- und absteigenden Strassen waren gesäumt von Marktständen. Das Angebot reichte von Schmuck über Gewänder, mittelalterliches Spielzeug für Kinder bis hin zu Metwein und Streitäxten. Ein Schmied und ein Drechsler zeigten ihr altehrwürdiges Handwerk, während in der Verpflegungsgasse Salziges und Süsses, vom Wikingerspiess bis zum Crepe, angeboten wurde.

«Eine gute Stimmung»

Da war zum Beispiel auch der Händler Michael Ingold aus Oberwil-Lieli, der zusammen mit seiner Frau Barbara an seinem Stand eine breite Palette von kunstvoll hergestellten Messern, aber auch viel Bastelmaterial wie Hornstücke, Federn und vieles mehr bereit hielt. «Es war ein sehr schönes Fest mit einer wunderbaren Stimmung», sagte Ingold. Er habe gute Geschäfte gemacht, obwohl jeweils die ersten beiden Marktstunden eher flau gewesen seien. «Ich habe auch viele interessante Leute kennen gelernt», sagt Ingold, der beruflich als Metzger tätig ist.

Sehr zufrieden ist auch die Sprecherin des Organisationskomitees, Sonja Böhm: «Es ist alles wie geplant verlaufen, und es haben wiederum rund 3000 Besucherinnen und Besucher am Fest teilgenommen.»

Für Stimmung sorgte die Band Kel Amrun aus dem Emmental, die an sieben Auftritten vor der Kirche ihre mystische mittelalterliche Musik spielte. Jedesmal, wenn die drei Musiker und die Musikerin loslegten, kam es schnell zu einer ansehnlichen Menschenansammlung. Zeitweise begleiteten sie die Tanzgruppe Dragonfire Tribe. Für grosses Staunen im Volk sorgten die ab und zu furios aufkeimenden Schwertkämpfe.

Den kleinen Festbesuchern wurden in einem Zelt Märchen aufgetischt. Es gab Puppentheater und die Kleinen konnten sich mit kindergerechten «Waffen» wie Äxten, Schwertern und Morgensternen im Mehrkampf üben. Klein und Gross versuchte sich im Bogenschiessen, während andere betrachtend durch das Ritterlager spazierten.

Hoch im Turm

Vor dem Oberen Turm, dem Wahrzeichen der Stadt, brachte ein Alchemist die Leute mit allerlei chemischem Zauber zum Staunen. Im Erdgeschoss des Turms war eine grosse Ausstellung von mittelalterlichen Medizinalwerkzeugen, -gerätschaften und Tinkturen eingerichtet.

Auf eigene Gefahr konnten die Besucherinnen und Besucher im 26 Meter hohen Wehrturm über 126 Stufen bis hinauf unters Dach steigen. Durch die Verteidigungsscharten erhielt man so einen schönen Blick aus der Vogelperspektive auf das kleine Aargauer Mittelalterstädtchen am grünen Rhein.

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