Rümlang

«Die Rockmusik des 17. Jahrhunderts»

Der Trompeter Heinz Rauch hat sich einen grossen Wunsch erfüllt. Zusammen mit der Sopranistin Carmela Konrad hat der Rümlanger ein Barock-Album aufgenommen. Am Freitag findet die Taufe der CD statt.

Nebst der Trompete spielt Heinz Rauch auch Flügelhorn und Alphorn.

Nebst der Trompete spielt Heinz Rauch auch Flügelhorn und Alphorn. Bild: Leo Wyden

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Rümlang. Es war ein lang gehegter Traum des Rümlangers, nun ist er Wirklichkeit geworden: Heinz Rauch hat ein Barock-Album aufgenommen, auf dem er Trompete spielt und die Sopranistin Carmela Konrad singt. Unterstützt werden die beiden Solisten vom Ensemble La Partita.Seinen Anfang nimmt Rauchs Wunsch im Jahr 1984. Damals absolvierte er ein Studium an der Swiss Jazz School in Bern.

«Ich kaufte eine Schallplatte des Jazztrompeters Wynton Marsalis, auf welcher er mit der Sopranistin Edita Gruberova barocke Arien für Trompete und Sopran spielte.» Das Zusammenspiel von Gesang und Instrument habe ihn so beeindruckt, dass in ihm das Bedürfnis wach wurde, irgendwann einmal auch solche Stücke zu spielen. Heute, 34 Jahre später, hält der Rümlanger sein eigenes Barock-Album in den Händen.

«Meine Frau hat mich dazu ermutigt, diese CD aufzunehmen», sagt der Musiker. Seine Gattin, Regine Rauch-Straub, ist beruflich Atem- und Bewegungstherapeutin, beim Album hat sie als Produzentin mitgewirkt. Mit dem Werk, auf dem er Stücke der Komponisten Alessandro Melani, Tomaso Albinoni und Johann Sebastian Bach spielt, ist Rauch rundum zufrieden. «Ein Highlight ist für mich die Bach-Kantate ‹Jauchzet Gott in allen Landen› am Schluss des Albums. Sie ist für die Sängerin wie auch für den Trompeter höchst anspruchsvoll, dafür aber auch wunderschön.»

Musiklehrerund Konzertmusiker

Ab 1991 war Rauch in Rümlang Musiklehrer, von 1997 bis 2010 hatte er die Leitung der Musikschule Rümlang-Oberglatt inne. Heute ist der Musiker ausschliesslich konzertant tätig und spielt weiterhin sowohl Jazz als auch Barock. Beide Stile faszinieren ihn nach wie vor: Barock sei eher hell und ausgeschmückt, Jazz hingegen weich und melancholisch.

Die Werke auf dem aktuellen Album stammen alle aus dem 17. Jahrhundert, doch Rauch ist überzeugt, dass sie auch heute noch aktuell sind, durch die darin vermittelten Gefühle. Diese reichen von Verzweiflung und Wut über Liebe und Leidenschaft bis zu Schönheit und Schmerz. Die Herausforderung beim Spielen sei, die schwierigen Stücke leicht und locker erklingen zu lassen. Die verspielte Melodik und die oft perkussive Rhythmik seien sehr ausdrucksstark. «Für mich ist dies die Rockmusik des 17. Jahrhunderts.»

Erstellt: 21.06.2018, 13:58 Uhr

Infobox

Die CD-Taufe mit Konzert findet heute Freitag, 22. Juni, um 19.30 Uhr in der Gartenhalle Nidelbad in Rüschlikon statt. Mehr Infos dazu unter www.lapartita.ch.

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