Oberweningen

Die Überbauung «Chlupfegg» soll über 12 Millionen Franken kosten

Der Gemeinderat hat ihren Antrag für das Begegnungszentrum präsentiert.

Das Asylzentrum soll der Überbauung weichen.

Das Asylzentrum soll der Überbauung weichen. Bild: David Baer

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Der Gemeinderat von Oberweningen hatte es öffentlich versprochen: Man wolle die Weisung zur kommenden Gemeindeversammlung noch früher als üblich und gesetzlich vorgegeben veröffentlichen. Aus gutem Grund: Im April kündigte er an, die Realisierung eines Begegnungszentrums inmitten von Oberweningen überprüft zu haben. Die Gemeindeversammlung soll nun am 12. September darüber entscheiden, ob der Planungskredit in Höhe von 450000 Franken genehmigt wird. Im Wettbewerbsverfahren will man damit bis im Herbst 2020 einen passenden Projektvorschlag finden. Die totalen Investitionskosten für die Überbauung «Chlupfegg» schätzt man auf 12,3 Millionen Franken.

Das Begegnungzentrum soll an der Schulstrasse zwischen Wehntalerstrasse und Chlupfwisstrasse gebaut werden. Heute steht dort das Asylzentrum, welches in den vergangenen Jahren hätte abgebrochen worden sollen. Einen Neubau, der mindestens 500000 Franken beanspruchen würde, verschob man im Hinblick auf eine mögliche Gesamtüberbauung.

Ein Drittel Alterswohnungen

Obwohl die Form des Zentrums noch nicht in Stein gemeisselt ist, hat der Gemeinderat genaue Vorstellungen davon, was es enthalten soll. Verschiedene Beispielprojekte wurden bereits erarbeitet. Diese will man an der Gemeindeversammlung präsentieren, ungefähre Kennzahlen wurden über den beleuchtenden Bericht publiziert: Rund 20 Wohnungen, ein Drittel davon Alterswohnungen, wären in der Überbauung «Chlupfegg» möglich. Für das Gewerbe sollen drei Einheiten mit einer Gesamtfläche von 300 Quadratmetern bereitgestellt werden. Diese sollen Ladengeschäfte und ein Café beziehen. Zudem würden vier Wohnungen die heutige Asylunterkunft ersetzen. Die Realisierung würde voraussichtlich im Sommer 2021 beginnen damit die Überbauung im Herbst 2023 in Betrieb genommen werden kann.

Wie wichtig das Projekt dem Gemeinderat ist, merkte man an der Interaktion mit der Oberweninger Bevölkerung. Im Mitteilungsblatt beschrieb er wiederholt die Pläne für das Begegnungszentrum. Selbst der Name «Chlupfegg» entsprang einem Namenswettbewerb, bei dem die Oberweningerinnen und Oberweninger mitmachen konnten. Und mit einer Flyeraktion will man jetzt möglichst viele Stimmberechtigte an die Gemeindeversammlung holen.

Umstrittenes Projekt

Ob die Rechnung für den Gemeinderat aufgeht, ist noch nicht sicher. Es ist ein riskantes Vorhaben. Als die Pläne im April angekündigt wurden, schloss sich in Oberweningen eine Interessengemeinschaft zusammen, die gegen die Überbauung ist. Sie sind überzeugt, dass das Bedürfnis für ein Begegnungszentrum in der Gemeinde nicht vorhanden ist.

Im September wird Oberweningen zudem über drei weitere Geschäfte abstimmen: Die Kreditabrechnung für eine behindertengerechte Sanierung des Gemeindehauses, die Kreditgenehmigung für den Neubau der Wasserleitung südlich der Bahngleise und die Auslagerung der Sozialdienste nach Steinmaur.

Erstellt: 09.08.2019, 17:41 Uhr

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