Schöfflisdorf

Die Wildschweine entwischen den Unterländer Jägern

Keine andere Wildart hat sich in den letzten Jahren so stark vermehrt wie die Wildschweine. Mit Treibjagden auf der Egg wollen die Jäger die Population der Schwarzkittel verkleinern – mit wenig Erfolg.

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Mehr Wildschweine bedeuten auch mehr Schäden im Wald und auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Sichtbar sind diese vor allem entlang der Egg im Bachser- und Wehntal, wo das Nahrungsangebot für die Sauen gross ist. Walter Salathe aus Bachs ist Obmann des Jagdreviers Egg Ost und betont: «Allerdings wurden uns bisher in diesem Jahr weniger Schäden gemeldet als auch schon. Trotzdem muss der Wildbestand gemäss den Vorgaben reguliert werden.» Beim Reh wurde das Ziel bereits erreicht, bei den Sauen hingegen noch lange nicht.

In Absprache mit den Pächtern des Reviers Egg West, das sich von Oberweningen nach Niederweningen erstreckt, wurde am Samstag gleichzeitig auch auf der östlichen Seite der Egg eine Treibjagd durchgeführt.

Grellfarbig bekleidete Treiber

Dabei sind von den insgesamt rund 30 Jägern hauptsächlich die Wildschweine ins Visier genommen worden. Um die schlauen Tiere aus ihren Verstecken im dichten Unterholz aufzuscheuchen, stapften ein Dutzend Treiber laut rufend und mit Stöcken bewaffnet durch den Wald. Damit sie von den ansitzenden Jägern schon von weitem gesehen werden, trugen sie grellrote, fluoreszierende Anzüge.

Bereits schon nach wenigen Minuten krachte auf der Egg und kurz darauf hallte noch ein Schuss durch den Wald. Das Rätselraten, wer was und wo geschossen hatte, dauerte zwei Stunden, so lange bis der erste Trieb zu Ende war. Dann kehrten Jäger sowie Treiber zu ihren Ausgangspunkten zurück, in Egg West mit einem etwa zwei Jahre alten Keiler, den ein Jäger mit einem sauberen Blattschuss erlegt hatte, sowie einem Frischling der seine Streifen schon abgelegt hatte. Später sagte West-Obmann Nicholas Trowbridge aus Neerach: «Bis zum Abend kamen fünf Rehe dazu.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 18.12.2017, 10:22 Uhr

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