Raumplanung

Drei Gemeinden erarbeiten gemeinsam einen regionalen Richtplan

Gemäss Zeitplan für die gemeindeübergreifende räumliche Entwicklungsstrategie entscheidet das Volk nächstes Jahr über den Richtplan. Oberglatt, Niederhasli und Niederglatt arbeiten gemeinsam eine detaillierte Vorlage aus.

Der Haslisee könnte Teil des «Parkweg der Lieblingsorte» der ONN-Gemeinden werden.

Der Haslisee könnte Teil des «Parkweg der Lieblingsorte» der ONN-Gemeinden werden. Bild: Sibylle Meier

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Zusammen mit dem Kanton und der Planungsgruppe Zürcher Unterland haben die drei Gemeinden Oberglatt, Niederhasli und Niederglatt (ONN) 2014 beschlossen, ihre räumliche Entwicklung gemeinsam aktiv zu gestalten. «Dieses Ziel verfolgen wir nach wie vor», erklärt Patric Kubli, Gemeindeschreiber von Niederhasli. Er bestätigt den aktuellen Zeitplan, wonach die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in ihrer jeweiligen Gemeinde nächstes Jahr über den gemeinsamen Richtplan abstimmen können.

«Vermutlich kommt das Geschäft im Dezember 2019 zur Abstimmung und nicht schon im Juni.» Aufgrund der Erneuerungswahlen im April dieses Jahres hat es auch in der Steuerungsgruppe für die Entwicklungsstrategie personelle Änderungen gegeben. «In Oberglatt ist Roger Rauper neuer Gemeindepräsident und in Niederglatt Stefan Schmid. Sie sind aufgrund ihrer Rolle neu in der Steuerungsgruppe», sagt Kubli.

Der Richtplan basiere auf den Ergebnissen aus dem Masterplan, der jedoch nicht öffentlich einsehbar ist. «Das ist ein sehr komplexes Thema. Die neuen Mitglieder müssen sich zuerst einarbeiten.» Am 19. September fand die erste Sitzung der neu zusammengesetzten Steuerungsgruppe statt, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Planung für drei Gemeinden ist kein alltäglicher Prozess

War vor einem Jahr auch die Rede von der Landschaft als erweiterten Erholungsraum für die Bevölkerung und Projekte für die Gestaltung der verschiedenen Bahnhofsarealen, liegt der Fokus der ONN-Gemeinden jetzt auf dem Richtplan. Dieses Instrument der Raumplanung für drei Dörfer auszuarbeiten ist gemäss Kubli kein alltäglicher Prozess und braucht deshalb Zeit. Es gehe darum, die Bedürfnisse und Vorstellung aller drei Nachbargemeinden unter einen Hut zu bringen. «Wir legen grossen Wert darauf, die Bevölkerung in diesen Planungsprozess einzubeziehen», sagt Kubli.

Zu welchem Zeitpunkt und in welchem Rahmen stehe zwar noch nicht fest, auf jeden Fall aber so, dass vor der Abstimmung genügend Zeit für eine Meinungsbildung bleibe. Die drei Gemeinden wollen nicht über die Köpfe der Einwohnerinnen und Einwohnern hinweg entscheiden. Ihre Wünsche und Vorstellungen werden, soweit sie realistisch sind, in die Planung einfliessen. Um herauszufinden, was die Bevölkerung will, sind gemäss der Medienmitteilung «kommunikative Massnahmen» vorgesehen. Da auch in Zukunft mit Wachstum gerechnet wird, wollen die Verantwortlichen Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung und Erhaltung der Wohn- und Siedlungsqualität schaffen.

Noch nichts Konkretes für die Bahnhöfe

Auch wenn im Moment die Vorarbeiten für den Richtplan Priorität haben, werden die andern Themen wie Bahnhofsgestaltung und Erholungsraum nicht vernachlässigt. «Für die Gebiete rund um die Bahnhöfe sind die einzelnen Gemeinden verantwortlich, um zusammen mit den SBB Konzepte zu forcieren», sagt Kubli. Vorgesehen ist, aus dieser Umgebung attraktive Orten der Begegnung mit Zentrumsfunktion zu machen. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht. Die Aufwertung der Bahnhofsumfelder wird ebenfalls im Richtplan thematisiert.

Ideen für Naherholungsgebiet sind vorhanden

Zur gemeinsamen Entwicklungsstrategie von Oberglatt, Niederhasli und Niederglatt gehört auch die Festlegung eines erweiterten Erholungsraums. Das ist ein wichtiger Aspekt für die zukünftige Planung. Der kommunale Richtplan enthält ja mehr als nur die Definition der Bauzone. Ein umfangreiches Spazier- und Wanderwegnetz ist bereits vorhanden. Als Idee hat man sich die Weiterentwicklung dieses Netzes zu einem «Parkweg der Lieblingsorte» überlegt.

Zwar hat sich auch dafür noch nichts Konkretes ergeben. Als Lieblingsorte könnten aber zum Beispiel der Haslisee gelten, oder der Uferweg entlang der Glatt und auch der Eschenberg wäre eine Möglichkeit. Der Parkweg sollte gemäss früheren Überlegungen als Gesamtprojekt eine sinnvolle Vernetzung mit den Fuss- und Velowegen beinhalten. Bei allen Gedankenspielen muss auch eine gute Gestaltung des Strassenraums in Interessen von sicheren Verkehrsverbindungen berücksichtigt werden.

Erstellt: 08.10.2018, 17:08 Uhr

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