Stadel

Drei Kandidaten für zwei Sitze

Zwei Mitglieder der Stadler Schulpflege treten zurück. Für die beiden Sitze haben sich drei Kandidaten gemel­det. Die Wahl findet am 21. Mai statt.

Hätten sich nur zwei Stadler zur Verfügung gestellt, wäre eine stille Wahl erfolgt.

Hätten sich nur zwei Stadler zur Verfügung gestellt, wäre eine stille Wahl erfolgt. Bild: Sibylle Meier

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Zwei Mitglieder der Stadler Primar­schulpflege hatten im Okto­ber ihre Rücktritte bekannt gegeben: Linda Zoller und Stephan Walker, die seit elf Jahren im Amt sind und aus persön­lichen Gründen ausscheiden. Für die Ersatzwahl der beiden Parteilosen, die am 21. Mai stattfindet, haben sich drei Kandidaten gemeldet. Hätten sich nur zwei Stadler zur Verfügung gestellt, wäre eine stille Wahl erfolgt.

Als Kandidatin stellt sich Roberta Schaltegger zur Verfügung. Die 48-Jährige arbeitet seit 2014 als Klassenassistentin der Oberstufe Stadel und wohnt seit 1996 mit ihrer Familie in der Gemeinde. Ihre Kinder haben hier die Schule besucht, ihr jüngster Sohn ist derzeit in der Oberstufe. Die Parteilose ist die Frau von Gemeindepräsident Dieter Schalt­eg­ger (SVP). Sie war fünf Jahre im Eltern-Echo, seit 2008 ist sie beim Mittagstisch aktiv und seit 2010 in der Kulturkommission. Anderweitige politische Erfahrung hat Schalt­egger nicht.

«Da meine Kinder jetzt älter sind und ich mich schon immer für schulische und soziale Themen interessiert habe, entschied ich mich zur Kandidatur für die Schulpflege Stadel», sagt Schalt­egger. Sie wolle sich für eine Schule einsetzen, in welcher das Lernen den Kindern Freude ­bereite. Es soll beispielsweise auch sichtbar gemacht werden, was die Schulpflege leistet. Bezüg­lich der Ressorts ist sie grundsätzlich für alles offen; sie favorisiert aber die Bereiche Infra­struktur und Mittagstisch.

Fokus auf Qualität und Naturwissenschaften

Weiter stellt sich Pit ­Muggli zur Verfügung. ­Muggli sitzt seit 2011 in der Rechnungsprüfungskommission (RPK) der Politischen Gemeinde und seit 2010 in der RPK der Reformierten Kirch­gemeinde Stadel. Er ist selbstständiger Unternehmensberater mit Schwerpunkt Organisationsentwicklung, Qualitäts- und Projektmanagement und wohnt seit über 30 Jahren im Unterland. 2009 zog er von Nieder­hasli nach Stadel. Der 58-Jährige ist verheiratet und hat zwei erwach­sene Kinder und zwei, die bald ins schulpflichtige Alter kommen.

Muggli kandidiert, weil er sich durch das Amt aktiv in die Gemeinde einbringen will. «Die Schule ist ein Thema, das mich schon immer interessiert hat», sagt er. Bildung finde er nicht nur für das Individuum wichtig, sondern auch für die Gesellschaft. Wenn er in die Schulpflege gewählt wird, tritt ­Muggli als Rechnungsprüfer der Politischen Gemeinde zurück. Wie Schalt­egger ist auch ­Muggli parteilos. Ihm sei es wichtig, eine hohe Qualität in der Schule zu gewährleisten, gleichzeitig aber behutsam mit den Ressourcen umzugehen. Er sei grundsätzlich für jedes Ressort offen. Da er aber praktisch ein Leben lang in der Qualitäts­sicherung gearbeitet habe, inter­es­siere dieser Themen­bereich ihn besonders.

Der dritte Kandidat heisst ­Raphael Hers­berger. Auch er ist parteilos. Der 41-Jährige ist Kantonsschullehrer in Bülach, verheirateter Familienvater und wohnt seit acht Jahren in Stadel. «Als Lehrer bin ich der Meinung, dass eine gute Schule gut bleiben sollte, und dafür möchte ich mich einsetzen», sagt Hers­berger. Seine Kinder besuchen die Primarschule in Stadel, er sei auch deshalb motiviert, sich für die Schule einzusetzen. Er sei als Vater mit der Primarschule sehr zufrieden und der Meinung, dass die aktuelle Grundausrichtung beibehalten werden sollte.

«Als Mathematiklehrer ist es mir ein Anliegen, dass unsere Kinder mehr Grundlagen in den Naturwissenschaften erlernen, damit sie für unsere technikorientierte Welt gut ausgerüstet sind. In diesem Sinne würde ich versuchen, das Lehrerteam noch mehr für Naturwissenschaften zu motivieren», sagt er. Politische Erfahrung habe er «im weitesten Sinne»: Er war sieben Jahre lang Präsident des Jugend­rats in Dielsdorf. Am liebsten würde er im Ressort Infrastruktur arbeiten.

Erstellt: 05.05.2017, 16:55 Uhr

Raphael Hersberger

Pit Muggli

Roberta Schaltegger

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