Boppelsen

Dreikönigskuchen und Enkeltrickbetrüger

Die Gemeinde Boppelsen lud am Sonntag zum traditionellen Neujahrs­apéro vor das Gemeindehaus. Die Bopplisser genossenWienerli und warmen Punsch. Daneben informierten sie sich über Cyberkriminalität und Telefonbetrug.

Am Neujahrsapéro in Boppelsen wünschten sich Einwohner Günter Kakzyk, Gemeindepräsident Hans-Heinrich Albrecht, Einwohner Lorenz Stecher und Gemeinderätin Regina Gerber (von links) ein gutes neues Jahr.

Am Neujahrsapéro in Boppelsen wünschten sich Einwohner Günter Kakzyk, Gemeindepräsident Hans-Heinrich Albrecht, Einwohner Lorenz Stecher und Gemeinderätin Regina Gerber (von links) ein gutes neues Jahr. Bild: Sibylle Meier

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Der neue Gemeindepräsident Hans-Heinrich Albrecht nutzte an diesem trüben Dreikönigstag die Gelegenheit, um in persönlichen Gesprächen mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen. «Dies ist aber vor allem ein Anlass für die Bopplisser Bevölkerung zur Kontaktpflege.» Dieses Jahr seien zudem die Neuzuzüger separat eingeladen worden.Der Gemeindepräsident freute sich, dass der Apéro einen so guten Anklang bei der Bevölkerung fand.

Während zweier Stunden war der Gemeindeplatz voll mit Leuten, die gut gelaunt miteinander schwatzten und aufs neue Jahr anstiessen. Auch Albrecht will mit neuem Schwung ins Jahr 2019 starten. Die letzten Monate seien besonders intensiv gewesen. «Letzten Oktober hat einaltes Gemeinderatsmitglied sein Amt niedergelegt. Vor derGemeindeversammlung musste sich ein anderer Gemeinderat ins Dossier einarbeiten.»

Für die verbliebenen vier neuen Gemeinderäte sei dies eine sehr anspruchsvolle Zeit gewesen, zumal auch die Gemeindeschreiberin erst seit dem 1. Juni in Boppelsen tätig sei. «Ich bin meinen Kolleginnen und Kollegen sehr dankbar, dass sie diese Mehrarbeit geleistet haben.» Er hofft, Ende Januar wieder mit einem vollzähligen Gemeinderat weiterarbeiten zu können. «Die Wahlausschreibung für die vakante Stelle ist bereits erfolgt. Eine Person hat sich gemeldet.» Dies werde nun publiziert und sollte sich niemand mehr melden, komme es zur stillen Wahl.

Vier Polizisten anwesend

Während sich die Bopplisser vor dem Gemeindehaus mit Wienerli und Dreikönigskuchen versorgten, bedienten sich im dritten Stock des Gemeindehauses Interessierte mit Broschüren der Kantonspolizei Zürich zum Thema Cybercrime oder Telefonbetrug. Sicherheitsvorsteherin Erika Zahler hatte zusammen mit der Gemeindeverwaltung die Präventionsspezialisten eingeladen, um der Bevölkerung die neusten Gefahren im Internet oder am Telefon näherzubringen. Das Interesse war sehr gross und die zwei anwesenden Kantonspolizistinnen und zwei Kantonspolizisten klärten gleich am Laptop auf, was für Möglichkeiten man hat, die eigene Passwortsicherheit zu erhöhen.

Urs Berger interessierte sich für die Passwortverwaltung. Kantonspolizistin Sandra Sauter zeigte dem Bopplisser die Möglichkeit der Nutzung eines sogenannten Passwortmanagers. Damit können in einem Passworttresor, welcher mit einem extrem gut geschützten Passwort versehen ist, weitere benutzte Passwörter hinterlegt werden. So verfällt der Nutzer nicht dem gefährlichen Reiz, dasselbe Passwort für diverse Dienste zu gebrauchen. Währenddem erzählte Traudel Berger, wie jemand bei ihr die Masche des Enkeltrick­betrügers anwenden wollte. «Ich habe natürlich sofort begriffen, dass das ein Betrüger ist, und die Polizei informiert. Eine Polizistin war dann auch bei mir und mit einem fingierten Couvert für die Übergabe bereit», erklärte die aufgeweckte Seniorin. «Der Betrüger muss aber am Telefon etwas bemerkt haben, denn plötzlich rief er nicht mehr an.»

Die Polizei riet ihr, ihren Vornamen aus dem Telefonbuch zu entfernen. Diesen Tipp bestätigte auch Marcel Graf: «Die Betrüger suchen speziell nach alten Vornamen und suchen sich soihre potenziellen Opfer aus.» Der stellvertretende Dienstchef des Dienstes Analyse/Projekte der Präventionsabteilung der Kantonspolizei sagte aber auch, dass die Tendenz weggehe vom Enkeltrickbetrug. «Die Leute reagieren zum Glück sensibler auf das Thema.» Die Betrüger passen sich aber an und rufen jetzt als falsche Polizisten an. Der grosse Andrang im Dachgeschoss und die Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeigten, dass die Präventionsveranstaltung sehr geschätzt wurde und viele mit einigen Tipps ins neue Jahr starten konnten.

Erstellt: 06.01.2019, 18:50 Uhr

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