Bülach

Drohne gebaut und gecrasht

Eine Klasse der Berufswahlschule Bülach hat im Rahmen der Projektwoche eine Drohne gebaut. Beim Testflug stieg das ferngesteuerte Flugobjekt sehr hoch, bevor es rasant zu Boden fiel. Die Jugendlichen sind nicht enttäuscht über den Sturz, sondern motiviert, die Maschine wiederherzustellen.

Nicolas (links) und Hunor versuchen, am Computer die Daten der Blackbox abzurufen.

Nicolas (links) und Hunor versuchen, am Computer die Daten der Blackbox abzurufen. Bild: Paco Carrascosa

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Eine Drohne bauen, die während des Fluges filmt: Das hat sich die Klasse «Technik & Elektrizität» der Berufswahlschule Bülach (BWS) für die Projektwoche vorgenommen. In der Checkliste, welche die Jugendlichen im Vorfeld dem Rektorat zugestellt hatten, haben sie bereits das antizipiert, was schliesslich eingetroffen ist: Unter dem Stichwort «Risiken» steht «Absturz der Drohne». Zu einem solchen ist es am Donnerstag beim Testflug dann auch gekommen.

«Die Drohne hat lange gar nicht funktioniert, weil etwas mit der Fernsteuerung nicht stimmte. Doch wir konnten das Problem beheben und sie flog», erzählt Hunor, der am Projekt mitarbeitet. Das selbstgebaute Fluggerät war bereit für einen Testflug. «Wir haben eine Maximalhöhe von 20 Metern programmiert, doch die Drohne hat das nicht eingehalten und ist sehr viel höher gestiegen», schildert Klassenkamerad Nicolas die Situation. «Plötzlich fiel sie dann runter. Auf etwa 50 Metern Höhe hat sie kurz gestoppt, bevor sie von dort aus auf den Boden knallte.»

«Ein erster Fehlschlag»

Die Einzelteile wie Motor, GPS oder Akku sind trotz Absturz ganz geblieben. Die Jugendlichen machten sich sogleich daran, die Teile wieder richtig zusammenzusetzen. Simon, der ebenfalls am Projekt beteiligt ist, zeigt sich optimistisch: «Es war ein erster Fehlschlag, doch wir werden es wieder und wieder versuchen.»

Der Absturz der Drohne (Video: Leserreporter)

Die Ursache für den Crash konnte nicht eindeutlig evaluiert werden, die in der Drohne eingebaute Blackbox hat unglücklicherweise nichts aufgenommen. «Es muss etwas mit der Steuerung zutun gehabt haben», vermutet Klassenlehrer Stephan Weeber. Doch auch er sieht den Sturz nicht als Versagen, sondern hebt den Lerneffekt des gesamten Vorhabens hervor: «Wenn wir die Situation sauber ausgewertet haben, können wir etwas daraus lernen. Das ist das, was man bei einem Schülerprojekt auch will.» Es sei wichtig, dran zu bleiben und nicht einfach aufgeben.

Rechtliche Vorlagen

Während der Bau einer solchen Maschine technisch eine grosse Herausforderung ist, gibt es zahlreiche rechtliche Vorlagen, die beim Drohnenflug beachtet werden müssen. Mit diesen befasste sich eine Gruppe der Klasse: «Sie darf nicht mehr als 30 Kilogramm wiegen und man muss während des Fluges den Sichtkontakt mit dem Gerät halten können», sagt Nicolas. Über Menschenansammlungen fliegen soll man auch nicht. «Im Umkreis von fünf Kilometern um den Flughafen herrscht ein striktes Flugverbot.» In der Gegend um die Berufswahlschule sei das Fliegen bis 150 Meter Höhe erlaubt.

Erstellt: 01.06.2018, 14:43 Uhr

So sah die selbst gebaute Drohne vor dem ersten Flug aus. (Bild: PD)

Nach dem Absturz müssen die Teile wieder zusammengesetzt werden.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.

Kommentare