Bülach

EHC Bülach soll neue Garderoben bekommen

Der EHC Bülach hat ein Platzproblem. Nun liegt eine temporäre Lösung vor.

Der zweigeschossige Containerbau soll hier zwischen der neuen Sporthalle und dem Ausseneisfeld zu stehen kommen.

Der zweigeschossige Containerbau soll hier zwischen der neuen Sporthalle und dem Ausseneisfeld zu stehen kommen. Bild: Balz Murer

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Der Bülacher Stadtrat möchte bei der Kunsteisbahn Hirslen zusätzliche Garderoben für die Eishockeyspielerinnen und -spieler erstellen. Er beantragt dem Gemeinderat, dafür einen Kredit von 625000 Franken zu genehmigen. Im Bereich der Garderoben bestehe im Sportzentrum Handlungsbedarf. Grund dafür sind Kapazitätsengpässe. So zählt die Anlage lediglich vier Umkleidekabinen für Nachwuchs-, Aktiv- und Freizeitmannschaften. Dazu kommt eine kleine Schiedsrichtergarderobe. Dies hat zur Folge, dass Mannschaften oft zwei Garderoben benötigen, da eine nicht für alle Spieler ausreicht. Bei zwei aufeinanderfolgenden Spielen würden somit Platzprobleme entstehen, heisst es in Antrag und Weisung an den Gemeinderat.

Zweistöckiger Containerbau

Die Stadt Bülach fordert in den Leistungsvereinbarungen von den Vereinen, dass sie sich an die Richtlinien von Swiss Olympic bezüglich der Prävention von sexuellen Übergriffen halten. Dies erfordert jedoch, dass genügend Garderoben hinsichtlich der Geschlechtertrennung zur Verfügung stehen, was aktuell nicht der Fall ist. Mit den provisorischen Garderoben könnten die Platzprobleme laut Stadtrat für die nächsten sechs bis zehn Jahren gelöst werden.

Die geplanten Räumlichkeiten entsprechen nicht der Norm, sondern sind bewusst knapp und als Trainingsgarderoben für den Nachwuchs konzipiert. Die Zwischenlösung soll zweigeschossig sein und aus Stahlcontainern bestehen. Auf jeder Ebene würden laut Stadtrat zwei Garderoben mit dazwischenliegender abschliessbarer Sanitäranlage mit acht Duschen realisiert.

Idealerweise sollen die Garderoben zu Beginn der Eissaison 2020/2021 zur Verfügung stehen, sie könnten aber auch jederzeit während einer laufenden Saison in Betrieb genommen werden. Der gewählte Standort – zwischen der neuen Sporthalle und dem Ausseneisfeld – werde auch die notwendigen Sanierungs- und Erweiterungsmassnahmen mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht behindern.

Sanierungen stehen an

Das Sportzentrum Hirslen wurde im Jahr 1974 eröffnet. Die ersten Sanierungsarbeiten wurden in den 90-er Jahren durchgeführt. Hierbei wurden 1992 an der Eisfeldanlage im Wesentlichen die Eisplatte der Eishalle ersetzt und Sanierungsarbeiten an der Tiefgaragendecke vorgenommen. An der Eisplatte des Ausseneisfeldes wurden noch keine Massnahmen umgesetzt. Beim Hallenbad wurden von 1993 bis 1997 das Flachdach sowie die Fassaden und Fenster instandgesetzt. Zudem wurden Teilbereiche der Gebäude-, Elektro- und Badewassertechnik erneuert. Somit sind beim über 44 Jahre alten Sportkomplex seit über 22 Jahren keine grösseren Werterhaltungsmassnahmen mehr getätigt worden. Gesamtsanierungen im grösseren Rahmen sind somit unausweichlich.

Eine Totalsanierung des Hallenbades mit einem Investitionsvolumen von rund 14 Millionen Franken steht in der Hirslen den nächsten zehn Jahren an. Ebenfalls wird die Infrastruktur im Bereich des Eissportes den Nutzungsanforderungen nicht mehr gerecht und weist ein Investitionsvolumen von mindestens 6,1 Millionen Franken auf. Die Kosten für die Tiefgaragensanierung werden auf 1,4 Millionen Franken veranschlagt. Dies ergibt einen gebundenen Investitionsbedarf von rund 20 Millionen Franken.

Erstellt: 12.09.2019, 17:28 Uhr

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