Kloten

Ein Dankeschön für die Gratisarbeit

Am Donnerstagabend luden die Stadt Kloten, die beiden Landeskirchen, der Verein Freiwillig@kloten sowie die Vereinigung Freizeit Kloten die Freiwilligen zur Ehrung ein.

Stadträtin Regula Kaeser-Stöckli, René Schibig, Theresia Keller mit Angehörigen von Figi Keller, Irma Obrist, Stadtpräsident René Huber und Daniel Gfeller (v.l.).

Stadträtin Regula Kaeser-Stöckli, René Schibig, Theresia Keller mit Angehörigen von Figi Keller, Irma Obrist, Stadtpräsident René Huber und Daniel Gfeller (v.l.). Bild: Heinz Diener

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Seit seiner Pensionierung vor zehn Jahren geht René Schibig in seinem Quartier nie ohne Abfallsack und Greifzange auf Spaziergang. «Mich stört der Abfall, der achtlos herumliegt, deshalb nehme ich den Güsel mit», erklärt Schibig, der nun für sein freiwilliges Engagement gewürdigt wurde. Zigarettenstummel, Getränkebüchsen oder Papierfetzen: Alles sammelt er ein. «Zu Beginn konnte ich einen 35-Liter-Abfallsack füllen, heute ist es beträchtlich weniger», zieht Schibig Bilanz. Müll ziehe Müll an, und wenn die Umgebung sauber sei, dann getraue man sich weniger, den Abfall fallen zu lassen, ist seine Beobachtung.

Urkunde aus den Händen des Stadtpräsidenten

Manche Menschen beäugen sein Tun ohne Worte, andere danken ihm dafür. Die Ehrung mit dem Prix Volontaire kam für ihn überraschend und motiviert ihn, weiterzumachen. «Die Wertschätzung freut mich sehr», sagt der Klotener und fügte lachend hinzu: «Natürlich werde ich weiter fötzele, ich kann nicht anders.»

Über 150 freiwillige Mitarbeitende versammelten sich in der katholischen Kirche zur jährlichen Ehrung. Vom Mahlzeitendienst bis zur Nachbarschaftshilfe waren zahlreiche Personen und Organisationen vertreten. Nach der musikalischen Begrüssung durch die Bläserklasse Kloten durften die Geehrten die Urkunden von Stadtpräsident René Huber entgegennehmen.

Daniel Gfeller war der zweite Mann, der für seinen Einsatz geehrt wurde. Gfeller wirkt seit sechs Jahren in der Freiwilligen-Agentur, welche zum Verein Freiwillig@kloten gehört. Er sorgt dafür, dass sich Hilfesuchende und Hilfeanbietende zielgenau finden. Stadträtin Regula Kaeser-Stöckli, welche zuvor noch in der Bläserklasse die Klarinette gespielt hatte, würdigte den Einsatz Gfellers und seines Teams. Als zuverlässige Schafferin beschrieb Kaeser-Stöckli die freiwillige Helferin der Nachbarschaftshilfe, Irma Obrist. «Sie ist zupackend und tut ihren Dienst an den Mitmenschen stets mit Sonne im Herzen und einem strahlenden Lächeln.»

Die vierte Urkunde nahm Theresia Keller für ihren im vergangenen März verstorbenen Mann Fritz Keller entgegen. Fritz «Figi» Keller hatte sich unter anderem im OK Stadtfest engagiert und sich für die Allgemeinheit eingesetzt. «Er war glücklich, wenn er zusammen mit anderen etwas bewegen und organisieren konnte», rief Kaeser-Stöckli Kellers Wirken in Erinnerung. «Figi gehört zu Kloten, wir werden ihn nie vergessen.»

Begegnungen schaffen am Tag der Nachbarn

Danach stellte Monika Moser vom Verein Freiwillig@kloten den nächsten Meilenstein vor. Am 29. Mai 2020, dem europaweit offiziellen Tag der Nachbarn, sollen in verschiedenen Quartieren von Kloten Begegnungen stattfinden. Bis dahin sei Zeit, Ideen und Vorschläge zu entwickeln.

Anschliessend an den Anlass in der Kirche spazierte die Gesellschaft zum Tennisclub im Spitz-Quartier. Nach einem Apéro servierte das Personal des Pflegezentrums Im Spitz ein Abendessen. Vielleicht resultiert aus den angeregten Gesprächen ja die eine oder andere Idee, was künftig bewegt werden könnte für die Menschen in der Stadt.

Erstellt: 06.12.2019, 17:56 Uhr

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