Regensdorf

Ein Frühlingsputz zum Wohl der Natur

Kommt das warme Wetter, steht für die Primarschulklassen aus Regensdorf, Watt und Adlikon der Waldputz an. Diesen haben die Gemeinde und die Jäger vor 15 Jahren zusammen ins Leben gerufen. Auch heuer wurde die Abfallmulde gut gefüllt.

Die Primarklassen vom Schulhaus Pächterried befreiten die Umgebung vom Abfall.

Die Primarklassen vom Schulhaus Pächterried befreiten die Umgebung vom Abfall. Bild: Francisco Carrascosa

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In mehreren Gebieten in Regensdorf und Niederhasli sieht es seit dem vergangenen Dienstag viel sauberer aus. Zu verdanken ist dies den Primarklassen des Schulhauses Pächterried. Unter der kundigen Führung der Jäger der Jagdgesellschaften Regensdorf-Watt und Niederhasli, begleitet von ihren Lehrpersonen, befreiten 130 Kinder Strassen und Waldgebiete vom Müll, den weniger umweltbewusste Bürger hinterlassen hatten.

In sieben Gruppen deckten sie einige «Hotspots» der Abfallentsorgung in den Jagdgebieten von Regensdorf und Niederhasli ab; dazu gehörte auch ein Teil entlang der Niederhaslistrasse. Die vierte Klasse von Lehrerin Myriam Ackermann brachte die Gegend der Büel- und Unterlandstrasse auf Hochglanz.

Mit Müllsäcken und Handschuhen ausgerüstet säuberten die motivierten Mädchen und Jungs die Strecke von Hunderten Zigaretten, Papier und allem, was sie sonst noch entdeckten. «Beim Furtbach stiessen wir auch auf Dosen, Flaschen, Kabel und Scherben», sagte Ackermann. «Wir haben viel mehr Abfall gefunden, als ich gedacht hätte», stellte die zehnjährige Laura aus Regensdorf fest.

Velo im Furtbach

Die grösste Begeisterung bei der Klasse löste definitiv der Fund eines alten Velos im Furtbach aus. Dieses mussten die Schüler natürlich nicht selber mitschleppen; für das Abholen des schwereren Abfalls war der Werkhof Regensdorf verantwortlich. Urs Staubli und seine Kollegen transportierten alles von den Depots zum Lindenhof von Hans Frei und seiner Familie. Die moderne Hofanlage in Watt war gleichzeitig auch der Treffpunkt der Klassen nach der Putzaktion. «Wir haben spontan zugesagt, es ist gut, wenn man mit Kindern so etwas machen kann, und wenn noch das Wetter mitspielt wie heute, ist es ideal», sagte Frei.

Vor allem aus den Wäldern brachte Urs Staubli eine ganze Menge Müll mit, der in der Abfallmulde hinter dem Hof landete. «Wir haben Pneus, Stangen, Holzkisten und viele illegal deponierte Säcke.»

Jäger Hansueli Frigg und seine Kollegen nutzten die Gelegenheit, den Kindern Wissen zum Lebensraum Wald zu vermitteln. «Es war sehr interessant, und natürlich versuchen wir auch, den Kindern die Natur näherzubringen. Sie sind fasziniert.» Er merke, dass viele Kinder nicht oft im Wald seien. «Sie wissen so vieles nicht oder erschrecken sich vor einem Käfer.»

Schulhäuser wechseln sich ab

Als die Klassen nacheinander im Lindenhof zusammenkamen, war das Hauptthema natürlich die gemachten Funde. Patrizia Bossi vom Ressort Bau war ebenfalls vor Ort und bereitete zusammen mit ihren Helfern am Grill das Mittagessen zu.

Bossi organisierte den jährlichen Anlass zum ersten Mal, weiss aber um die Anfänge der Aktion. «Vor 15 Jahren kam die Idee des Waldputz­tages bei einem Zusammensitzen der Gemeinde und der Jäger auf.» Die fünf Primarschulhäuser von Regensdorf, Adlikon und Watt wechseln sich seitdem mit dem Frühlingsputz ab.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 19.04.2018, 18:46 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.