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Ein ganzes Orchester in einem Instrument

Um die Orgel den Leuten näherzubringen, veranstaltet Organist Christian Gautschi diesen Samstag einen Orgelspaziergang.

Seit er ein Kind ist, spielt Christian Gautschi auf der Orgel.
Seit er ein Kind ist, spielt Christian Gautschi auf der Orgel.
Paco Carrascosa

Als Kind war Christian Gautschi im Gottesdienst von der Orgel fasziniert. Heute ist der 33-Jährige selber Orgelspieler in der reformierten Kirche Oerlikon. «Eigentlich wollte ich die Musik nie zu meinem Beruf machen», sagt der Rafzer. Doch irgendwie habe es sich so ergeben. Als Elfjähriger habe er angefangen, Orgel zu spielen. Mit einer KV-Lehre und einer Matura in der Tasche entschied er sich dann für ein Musikstudium an der Hochschule der Künste in Zürich.

Seit 2014 begleitet er nun jeden Sonntag die Gottesdienste der reformierten Kirche Oerlikon. Dabei spielt er auf einer der grössten Orgeln der Stadt Zürich. Die Genf-Orgel ist mit 3500 Pfeifen, 60 Registern und insgesamt 224 Tasten ausgestattet, die auf vier Tastenreihen aufgeteilt sind. «Ein ganzes Orchester ist in diesem Instrument vereint», sagt Gautschi. «Jede Orgel ist auch anders zu bedienen.» Da jede Kirche anders gebaut ist, müsse man die Stücke aufgrund des Halls manchmal anpassen.

Wenn Gautschi über die Orgel spricht, merkt man, wie fasziniert er von dem alten Instrument ist. «Für viele Leute ist die Orgel ein ernstes, schweres Instrument. Dabei kann man auf der Orgel alles Mögliche spielen, ob Wiener Walzer, Blues oder Lieder von Michael Jackson.»

Musikalischer Spaziergang

Dies möchte er mit dem Orgelspaziergang Zürich-Nord, den er 2015 selbst ins Leben gerufen hat, zeigen. Der Spaziergang findet diesen Samstag von 12 bis 18 Uhr statt und führt von Oerlikon über Seebach bis nach Opfikon. Unterwegs ist man in zwei Gruppen. Es gibt die Möglichkeit zu laufen oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen. Natürlich ist es auch möglich, nur einzelne Stationen zu besuchen. Im Zentrum der Veranstaltung sind die Orgeln in den Kirchen. In den Gotteshäusern werden jeweils Kurzkonzerte veranstaltet. Dabei haben die Spazierenden oft die Möglichkeit, die Instrumente von nahem zu besichtigen.

Bis zu 400 Besucher

Aus Erfahrung rechnet Gautschi am Samstag mit 300 bis 400 Besucherinnen und Besuchern. «Die Kombination von Konzerten in Kirchen und dem Spaziergang scheint einen besonderen Reiz zu haben.» Auf dem Weg zu den einzelnen Stationen kam er in den letzten Jahren immer wieder ins Gespräch mit den Leuten. «Die Vielfalt der einzelnen Konzerte und die unterschiedlichen Kirchen haben den Leuten gefallen», sagt der Organist.

Mehr Infos unter: www.christiangautschi.ch

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